So, 24. Juni 2018

Dank Klonverfahren

20.12.2012 13:45

Deutsche Forscher züchten perfekten Christbaum

Geht es nach Forschern der Humboldt-Universität in Berlin, dann werden windschiefe, struppige und ungleichmäßige Christbäume schon bald der Vergangenheit angehören. Sie haben in jahrelanger Arbeit ein Verfahren entwickelt, um Christbäume von makelloser Schönheit in unbegrenzter Zahl zu züchten.

Grundlage ist ein Klonverfahren, das die genetisch identische Vervielfältigung der "Idealbäume" zulässt, wie die Universität am Donnerstag mitteilte. Bisher war die Zucht schöner Christbäume schwierig. "Da Tannen windbestäubt sind, haben die Nachkommen viele Väter, die nicht immer markttauglich sind", erklärte der Pflanzenphysiologe Kurt Zoglauer von der Arbeitsgruppe Botanik und Arboretum an der Humbold-Universität.

Mit seinen Kollegen habe er ein Verfahren entwickelt, Embryonen aus den Samen schöner Tannen dazu zu bringen, unzählige Kopien ihrer selbst zu produzieren. Erreicht werde dies durch einen Cocktail aus Nährstoffen und Pflanzenhormonen, so der Forscher.

Schlanke Bäumchen für Single-Wohnungen
"Wir entwickeln Bäume mit einer Vielzahl an Merkmalen, die auf ihre Weise unterschiedlich schön sind", erklärte Zoglauer. Für Single-Haushalte gebe es zum Beispiel besonders schlanke Bäume, die in kleine Wohnungen passen. Grundsätzlich gelte aber: "Grün sollen sie immer sein" - auch wenn die Farbnuancen von hellgrün bis dunkelgrün mit Blaustich reichten.

Doch nicht nur die Käufer, auch die Anbauer von Christbäumen haben ihre Wünsche an die Chrsitbaum-Klone: Sie sollen Blattläusen nicht schmecken, sonniges und trockenes Wetter gut vertragen und erst spät im Mai austreiben, damit ihnen die Eisheiligen nicht schaden.

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