Festnahme in Wien

Schlägereien: Karner will Beteiligte abschieben

Politik
08.07.2024 15:44

Nach drei Schlägereien am Wochenende in den Wiener Bezirken Brigittenau und Meidling wurde jetzt ein 29-jähriger Russe festgenommen. Er soll mehrere Verdächtige mit einem Auto zur ersten Rauferei zum Anton-Kummerer-Park gebracht haben. Inzwischen haben sich auch Politiker zu Wort gemeldet, darunter Innenminister Gerhard Karner (ÖVP).

Karner hat das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl beauftragt, Aberkennungsverfahren für Beteiligte mit Schutzstatus einzuleiten. Zudem kündigte er an, dass die Polizeipräsenz „massiv“ erhöht werde – vor allem an Bahnhöfen, U-Bahnstationen und Parks. „Die Generaldirektion wird dafür sorgen, dass auch Polizei aus anderen Bundesländern eingesetzt wird, um die Kräfte in Wien zu verstärken“, heißt es in einem Statement.

FPÖ: Brauchen sofortige Krisensitzung
Die Wiener FPÖ hat am Montag eine sofortige Krisensitzung mit allen Rathausparteien und dem Innenminister gefordert. „In Wien vergeht mittlerweile kein Tag mehr, an dem es nicht zu Bandenkriegen zwischen Syrern, Afghanen und Tschetschenen kommt (...). Tatsache ist, dass es sich hier offensichtlich um illegale kriminelle Asylantenbanden handelt“, sagten Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp und Petra Steger von der FPÖ Meidling in einer gemeinsamen Aussendung.

Um die Stadt wieder sicher zu machen, müssten die Beteiligten „schnellstens außer Land gebracht werden.“

Zitat Icon

In Wien vergeht mittlerweile kein Tag mehr, an dem es nicht zu Bandenkriegen zwischen Syrern, Afghanen und Tschetschenen kommt.

Dominik Nepp und Petra Steger, FPÖ

Polizei kommt Motiv näher
Trotz eher dürftiger Informationen dürfte die Polizei einem Motiv näherkommen. Eine Auseinandersetzung zwischen Tschetschenen auf der einen Seite und Syrern beziehungsweise Afghanen auf der anderen sei nicht gänzlich von der Hand zu weisen, hieß es.

Gewalttätige Auseinandersetzungen dieser Gruppen gibt es bereits seit Ende Jänner in mehreren Bezirken der Bundeshauptstadt. Ende Mai wurde ein 20-jähriger Tschetschene verurteilt, weil er zwei junge Syrer bewusstlos geschlagen hatte. Aus tschetschenischen Kreisen hieß es, dass sich Burschen und junge Männer aus Syrien und dem arabischen Raum zur Bande „505/515“ formiert hätten. Sie würden in Parks und an anderen öffentlichen Plätzen Migrantinnen und Migranten auf ihre Herkunft ansprechen. Personen, die Tschetschenien oder die Türkei nennen, sollen angegriffen und verletzt werden.

Dagegen soll sich nun Widerstand bilden. „Unsere Leute wollen dafür Rache“, sagte ein junger Tschetschene. In einer Telegram-Gruppe werden Bilder von angeblichen Mitgliedern der Gruppe gepostet, „Mädels aus Wien“ zu Vorsicht ermahnt.

Wie berichtet, wurden am Wochenende bei Schlägereien in Wien-Brigittenau und Meidling mehrere Personen verletzt, unter anderem mit Messern. Bei den ersten Einvernahmen waren die jungen Verdächtigen „nicht sehr gesprächig.“ Die Ermittlerinnen und Ermittler hoffen nun auf weitere Informationen aus Überwachungskameras, da der Meidlinger Tatort in der Nähe einer U-Bahnstation liegt.

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