
Joe Biden, 81, hatte sich schon in seinem ersten US-Präsidentschaftswahlkampf nicht immer als aufgewecktes Kerlchen präsentiert. „Sleepy Joe“, schläfriger Joe, nannte ihn Donald Trump, 78. Nach der ersten TV-Konfrontation mit Trump, Auftakt zum zweiten großen Showdown der Beiden um das Weiße Haus, liegen selbst bei Bidens größten Befürwortern unter den Demokraten die Nerven blank: Der US-Präsident wirkte wie ferngesteuert und erklärte seine Verfassung mit zwei Fernreisen, auf denen er 100 Zeitzonen überquert hätte. Er wäre fast eingeschlafen, gestand er. Wohl mit ein Grund, warum 60 Prozent der Zuseher in Trump den klaren Sieger sahen. Und nur 19 Prozent in Biden.
Vier Monate vor der Wahl halten 74 Prozent der Wähler Biden für zu alt für das Amt. Die Zeichen stehen auf Trump, der vor dem Supreme Court diese Woche einen Teilerfolg erringen konnte, als ihm von den Höchstrichtern politische Immunität zugestanden wurde.
Einzig verbleibender Hoffnungsschimmer der Demokraten: die Obamas. Ex-Präsident Barack, 62, darf nach zwei absolvierten Amtszeiten nicht mehr antreten. Die ebenso populäre Michelle, 60, wäre laut aktuellen Umfragen als einzige ihrer Partei in der Lage, Donald Trump zu schlagen. Im Direktvergleich steht es derzeit 50:39 für die einstige First Lady.
De facto würden Michelle und Barack Obama somit Trumps Triumph verhindern und als populäres Power-Paar in das Oval Office zurückkehren. Mit vertauschten Rollen.
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