Nach diesem 14-Prozent-Debakel der SPD bei den EU-Wahlen hat der Countdown für Olaf Scholz begonnen. Es mehren sich die Stimmen, dass mit dem deutschen Bundeskanzler einfach kein Stich mehr zu machen ist.
Der glücklose Regierungschef soll durch Verteidigungsminister Boris Pistorius ersetzt werden, Deutschlands beliebtesten Politiker. Er passt als Rechtssozialist in die konservative Wende der deutschen, ja europäischen Wählerschaft.
Söder fordert Neuwahlen
In dem Berliner Kanzler-Dilemma ist der Druck zusätzlich aus Paris verstärkt worden: Präsident Macron hat mit 15 Prozent die Konsequenzen gezogen und Neuwahlen angesetzt. CSU-Chef Söder fordert Neuwahlen in Deutschland.
Olaf Scholz hat eine Menge Handicaps. Er führt nicht, er erklärt sich nicht, er trifft rätselhafte Entscheidungen.
Boris Pistorius, als ehemaliger Innenminister von Niedersachsen ein Law-and-Order-Mann, gilt als ein „Macher“. So fordert er angesichts von Putins Angriffskrieg, Deutschland „kriegstauglich“ zu machen.
Kampagne scheiterte
Olaf Scholz hatte sich im EU-Wahlkampf als „Friedenskanzler“ plakatieren lassen (gegen die Gefahr eines Kriegs Russland – NATO). Das hat offensichtlich nicht gezündet.
Bisher galt Boris Pistorius als kontrovers in der SPD, doch seit die Partei den Untergang vor Augen hat – nur noch einstellig in der Ex-DDR – beschleunigt sich die Suche nach einem Retter.
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