Der Starkregen und seine Nachwehen: Aufgrund der immensen Niederschlagsmengen sind in Vorarlberg mehrere Hänge ins Rutschen geraten. In Bildstein ist direkt am Siedlungsrand eine Mure abgegangen, auch der mittlerweile landesweit bekannte Erdrutschhang in Hörbranz ist wieder instabil.
Das Wichtigste vorweg: Nach derzeitigem Stand der Dinge sind keine Häuser akut gefährdet. Auch nicht jene Gebäude in Bildstein, in deren unmittelbarer Nähe ein Erdrutsch abgegangen ist. Allerdings musste aus Sicherheitsgründen zeitweilig die Zufahrtsstraße gesperrt werden, diese ist aber mittlerweile wieder für den Verkehr freigegeben.
Hörbranz wieder gefährdet
Auch jener Hang in Hörbranz, an welchem sich im April des vergangenen Jahres ein gewaltiger Erdrutsch ereignet hat, bewegt sich wieder. An den oberen Messpunkten habe es extreme Setzungen und Bewegungen von bis zu zehn Metern gegeben, erklärte Landesgeologin Eva Vigl gegenüber Radio Vorarlberg. Glücklicherweise konnten die Schlammmassen vom Siedlungsgebiet weggeleitet werden, die Einsatzkräfte scheinen die Lage unter Kontrolle zu haben.
Neun Murenabgänge
Insgesamt sind in den vergangen zwei Tagen neun Murenabgänge gezählt worden, unter anderem wurde in Alberschwende eine Straße verlegt, weiters musste die Zufahrtsstraße zur Bergstation der Pfänderbahn wegen eines Hangrutsches gesperrt werden. Zum Glück handelte es sich dabei nur um oberflächliche Rutschungen.
Aufgrund der gesättigten Böden bleibt zu hoffen, dass sich in den kommenden zwei Wochen keine größeren Niederschlagsmengen über Vorarlberg ergießen werden – ansonsten könnte sich die Lage schnell wieder zuspitzen.
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