Entlastung gefordert

Vorteil für Landwirte ist ungerecht für Pendler

Burgenland
21.05.2024 11:00

Kritik kommt vom ARBÖ am 300 Millionen Euro schweren Entlastungspaket für die Land- und Forstwirtschaft, welches von der Bundesregierung in der Vorwoche auf den Weg gebracht wurde und Bauern unter anderem eine Erleichterung von rund 20 Cent je Liter Diesel bringt.

„Es kann nicht sein, dass Landwirte gefördert werden, aber andere Berufsgruppen massiven Belastungen ausgesetzt sind. Das ist eine Ungerechtigkeit sondergleichen“, sagt Präsident Peter Rezar.

2023 wurde Pendlerpauschale gekürzt
Seine Forderung: eine Reform der Pendlerpauschale, welche die tatsächlichen Autokosten abdeckt. Seit 2010 wurde diese nämlich nicht mehr erhöht, im Gegenteil, ärgert sich Rezar. „2023 wurde die Pendlerpauschale massiv gekürzt und zusätzlich die CO2-Steuer angehoben, doch gegen die überteuerten Spritpreise in Österreich hat der Bund nichts unternommen. Dafür hat die Regierung jetzt mit der Förderung von Agrardiesel den Bauernbund bedient“.

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Es sei den Landwirten gegönnt, dass sie nun einen Ausgleich für die hohe CO2-Steuer erhalten. Doch die ‚normalen‘ Arbeitnehmern, die ebenfalls für ihren Job ein Kraftfahrzeug brauchen, werden dadurch klar benachteiligt.

ARBÖ-Präsident Peter Rezar

110.000 Burgenländer pendeln regelmäßig
In Österreich beziehen 1,3 Millionen Personen die Pendlerpauschale, im Burgenland sind es mehr als 110.000 Arbeitnehmer. Der ARBÖ wie auch die AK und der ÖGB pochen mit der Umwandlung der Pendlerpauschale in einen kilometerabhängigen Absetzbetrag seit Jahren auf Reformvorschläge. „Das würde eine deutliche Entlastung von Arbeitnehmern bringen, aber der Bund ignoriert leider sämtliche Vorschläge“, so Rezar.

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