Für Außenstehende sieht die beeindruckende Westringbrücke – 306 Meter lang und 25 Meter breit – eigentlich schon so gut wie fertig aus. Doch ganz so ist es nicht, es gibt noch einiges zu tun. Der Verkehrsfreigabetermin in diesem Herbst ist aber fix.
.Die Verantwortlichen sind sich auf jeden Fall in einer Sache einig: Der Westring soll eine deutliche Entlastung des innerstädtischen Straßennetzes bringen. Mit Hilfe einer Verkehrsflusssimulation hat man nun aber auch versucht, darzustellen, wie sich die Verkehrssituation durch einzelne Maßnahmen wie eben die Freigabe der Hängebrücke, die geplante Durchfahrtssperre des Hauptplatzes oder auch die angekündigte Fahrstreifenreduktion auswirken wird.
Verkehrszahlen werden in Urfahr drastisch sinken
Vor allem jenseits der Donau rund um die Rudolfstraße sollen die Auswirkungen am deutlichsten zu bemerken sein, wie auch VP-Stadtvize Martin Hajart bestätigt: „Mit der Eröffnung der Westringbrücke werden die Verkehrszahlen in Urfahr drastisch sinken – im Gegenzug wird der Verkehr in Linz entlang der Donau bis zur endgültigen Fertigstellung der A 26 ansteigen.“ Was wohl nicht jedem gefallen wird, schließlich ist die voraussichtliche Verkehrsfreigabe erst für Dezember 2035 anberaumt. Die Mikrosimulationen mit einer Prognose für 2030 zeigen aber auch, dass der Römerbergtunnel zwar über einen gewissen Zeitraum noch leistungsfähig bleibt, aber langfristig der Bau des Tunnels Freinberg inklusive Bahnhofknoten sowie der Bau der Westbrücke inklusive Lückenschluss zur A 7 unerlässlich sein werden.
Waldeggstraße: 60 Prozent weniger Verkehr
Asfinag-Sprecher Christoph Pollinger: „ Ohne A 26 würden 2032 rund 62.200 Fahrzeuge täglich über die Nibelungenbrücke rollen. Mit ihr werden es 38.800 sein. Auf der Rudolfstraße wird der Verkehr von 35.100 Fahrzeugen auf 20.100 reduziert. Um fast 60 Prozent nimmt der Verkehr auf der Waldeggstraße ab: 2032 werden nur noch 23.600 Autos diese Straße passieren.“ Die Reisezeit zwischen Stadteinfahrt (Urfahrwänd) und Hauptbahnhof reduziert sich mit der A 26 im Endausbau von derzeit 40 Minuten zu Verkehrsspitzenzeiten auf 5 Minuten.
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