Klimafitte Standorte

So sind Ruinen für Umwelt und Wirtschaft wertvoll

Niederösterreich
19.04.2024 11:00

Im Kampf gegen den Bodenfraß kann scheinbar Nutzloses großen Wert haben. Verlassene Industriebauten machen neue Betriebsansiedlungen ohne weitere Versiegelung möglich. Potenzial dazu ist in Niederösterreich reichlich zu finden. 

Die Lebensqualität in Niederösterreich ruht auf zwei Säulen – einerseits die intakte Umwelt, anderseits der dynamische Wirtschaftsstandort. Um beides unter einen Hut zu bekommen, sind Betriebsansiedlungen mit Maß und Ziel notwendig. In Zeiten des Klimawandels liegt dabei ein Hauptaugenmerk auf der Vermeidung zusätzlicher Bodenversiegelung.

Ungenutzt, aber nicht nutzlos
Das NÖ-Rezept dazu: Es sollen verstärkt sogenannte Brachflächen – also großteils bereits verbaute, aber ungenutzte – Gewerbeflächen neuen Betrieben als „klimafitte“ Standorte angeboten werden. Ecoplus, die Wirtschaftsagentur des Landes, hat diese Flächenreserven jetzt erhoben.

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Um unser Land lebens- und liebenswert zu erhalten, gilt es, Ökonomie und Ökologie in Balance zu halten.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner

Standorte im ganzen Land
Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Es wurden 705 Standorte mit einer Gesamtfläche von 920 Hektar registriert“, erläuterte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am Donnerstag in St. Pölten. 38 Prozent der erfassten Grundstücke stehen grundsätzlich für eine Wiederverwertung zur Verfügung, bei knapp einem weiteren Drittel besteht noch Klärungsbedarf mit den Eigentümern.

Präsentierten klimafitte Betriebsstandorte: Miernicki, Mikl-Leitner, Starkl (v. li.)  (Bild: NLK Pfeiffer)
Präsentierten klimafitte Betriebsstandorte: Miernicki, Mikl-Leitner, Starkl (v. li.) 

Aus Alt wird Neu
Welches Potenzial in Industrieruinen schlummert, weiß Ludwig Josef Starkl. Der Unternehmer hat vor drei Jahren aus einem 200 Jahre alten Fabriksareal in Pfaffstätten im Bezirk Baden das Starkl Loft gemacht, ein wahres Mekka für Gartenfreunde.

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Seit Jahresbeginn 2023 haben wir 101 Projekte zu Betriebsansiedlungen und -erweiterungen betreut. Das brachte 1423 Jobs.

Ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki

Bewusstsein wecken
„Die Nutzbarmachung von Brachflächen ist einer unserer Arbeitsschwerpunkte“, betonte Ecoplus-Chef Helmut Miernicki. Dazu gehört auch die Bewusstseinsbildung für klimafitte Standortentwicklung. Tipps dazu gaben jüngst Fachleute bei einer Info-Veranstaltung in der Landeshauptstadt. 120 Unternehmer waren der Einladung dazu gefolgt.

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