Widerliche Tat

Siebenjährige von Bruder mehrfach vergewaltigt

Vorarlberg
17.04.2024 05:55
Porträt von Chantal Dorn
Von Chantal Dorn

Nach Außen hin vermittelt der 28-jährige Angeklagte am Landesgericht Feldkirch (Vorarlberg) den Eindruck des netten Nachbarn. Die Vorwürfe von Staatsanwalt Philipp Höfle zeigen jedoch ein ganz anderes Bild. Beschuldigt wird der gelernte Mechaniker, über zwei Jahre seine kleine Schwester immer wieder schwer missbraucht zu haben. 

Gemäß Strafantrag soll das Martyrium der damals Siebenjährigen 2009 begonnen haben. Da war ihr Peiniger gerade 14 Jahre alt und strafmündig. „Der Angeklagte hielt das Opfer an Armen und Beinen fest und missbrauchte es. Als das Kind sich wehrte, sagte der Beschuldigte nur, es solle nicht so tun und ruhig bleiben“, schildert der Staatsanwalt die widerliche Tat.

Weitere Frauen vergewaltigt
Neben dem Missbrauch der Schwester wird dem Oberländer vorgeworfen, im Zeitraum 2016 bis Herbst 2019 zwei damalige Freundinnen mehrfach vergewaltigt zu haben. Teilweise soll sich der Angeklagte, während sie schliefen sexuell an ihnen vergangen haben.

Wie bereits bei der polizeilichen Einvernahme zeigte sich der 28-Jährige auch in der Verhandlung nicht geständig. Die belastenden Angaben in Bezug auf die siebenjährige Schwester seien ein abgekartetes Spiel der zerrütteten Familie, mutmaßte Verteidiger Nicolas Stieger.

Schwere seelische Schäden
Doch das glaubte niemand, zumal die Schwester gemäß einem psychiatrischen Gutachten schwere seelische Schäden davongetragen hatte. Der Angeklagte wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt. Seiner Schwester muss er 15.210 Euro Teilschmerzengeld zahlen und für alle weiteren Schäden haften. Eine der Ex-Freundinnen erhält 8000 Euro.

Der Oberländer zeigte sich auch während des Prozesses am Dienstag nicht geständig. 

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