Offensive wirkt

16.000 neue Pflegekräfte bis 2030 in Wien

Wien
11.04.2024 16:00

Dass die Pflege in der Krise steckt, hat die Stadt erkannt. Dank verschiedener Maßnahmen und kräftiger Investitionen geht es nun aber aufwärts.

Laut Prognosen wird die Zahl der Wiener über 80 Jahre bis 2030 von 93.000 auf 107.000 steigen. Damit wird sich der bereits hohe Pflegebedarf in der Bevölkerung noch weiter erhöhen. Aufgrund verschiedener Maßnahmen der Stadt arbeiten im Wiener Gesundheitswesen bereits um über 10.000 Beschäftigte mehr als im Jahr 2017. Mit den Förderungen des waff, dem neuen Fachkräftezentrum und der Ausbildungsoffensive „Pflege.Zukunft.Wien“ wird weiter an unterschiedlichen Schrauben gedreht, um interessierte Wiener in die Pflegeberufe zu bringen.

Ausbau noch nicht abgeschlossen
„Wir haben die Weichen gestellt und das zeigt Wirkung“, sagt Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) beim Besuch an der Fachhochschule Campus Wien für Gesundheitsberufe in Favoriten. Laut Prognosen werde man bis 2030 mehr als 16.000 Pflegekräfte ausbilden. Das sind um 7000 mehr als eine vom Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen im Jahr 2019 beauftragte Studie als Bedarf in der Pflege ausgewiesen hat.

Studentin Michaela lernt die ersten Handgriffe an medizinischen Puppen im Übungsraum. (Bild: klemens groh)
Studentin Michaela lernt die ersten Handgriffe an medizinischen Puppen im Übungsraum.

„Der Ausbau ist noch nicht abgeschlossen, wir sind gerade mittendrin“, erklärt Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ). Bereits ab Herbst stünden 2000 von der Stadt finanzierte Startplätze quer durch alle Ausbildungen zur Verfügung. „Wir investieren heuer alleine für den Pflegebereich des Programms Job Plus Ausbildung vom waff 12,2 Millionen Euro“, so Hanke. 3700 Personen, die seit 2018 so ihre Ausbildung gemacht haben, arbeiten bereits in der Pflege.

Immer mehr Quereinsteiger
An der Fachhochschule befinden sich viele Quereinsteiger zwischen 30 und 40 Jahren im Bachelor-Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege. So wie Michaela, die 27-Jährige war vorher in der Wirtschaft tätig. „Das war nichts für mich. Aber dieser Beruf erfüllt mich jetzt“, sagt sie. Damit sich mehr Quereinsteiger für diesen Weg entscheiden, zahlt die Stadt den Auszubildenden im Rahmen des Wiener Ausbildungsgeld und der Pflegeprämie bis zu 1400 Euro pro Monat, zudem gibt es eine Jobgarantie. Diese großen Anstrengungen und die hohen bereit gestellten finanziellen Mittel tragen Früchte.

Auch Bund gefordert
Laut Hacker gebe es mehr Interessierte als Ausbildungsplätze. Aber: „Wir werden deutlich mehr Fachkräfte brauchen. Um das zu stemmen, muss auch die Bundesregierung die Schlagzahl erhöhen.“ Etwa bei der Zahl der Medizinstudienplätze.

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