Der Fall ist kompliziert: Pomasan war in dem Wettkampf zunächst zur Gewinnerin erklärt worden. Einige Stunden nach der Siegerehrung mussten die Veranstalter aber einen Fehler eingestehen. Das Ergebnis war falsch berechnet worden, Pomasan war nur Zweitplatzierte - und Wu Paralympics-Siegerin. Weil in dieser Disziplin Frauen aus zwei unterschiedlichen Behinderungsklassen angetreten waren, entscheidet nicht die Weite, sondern ein kompliziertes Punktesystem.
Pomasan hätte ihre Medaille zurückgeben sollen, protestierte aber. Am Sonntag wurde sie fälschlicherweise darüber informiert, dass sie als Kompromiss zwar ihre Goldmedaille behalten könne, der Sieg aber offiziell Wu Qing angerechnet werde. Dies hätte bedeutet, dass sie eine (ursprünglich verliehene) Goldmedaille und eine (offizielle) Silbermedaille im Diskuswurf hätte mit nach Hause nehmen können.
Pomasan holte trotzdem Gold
Die Verwirrung perfekt machte das Internationale Paralympische Komitee am Montag, als es erklärte, Pomasan müsse die Goldmedaille sehr wohl wieder abtreten. Die zweite Siegerehrung schenkte sich die Ukrainerin dann, zumal sie ohnehin ein weiteres Mal auf dem Treppchen stand: Nach dem chaotischen Diskus-Wettkampf hatte Pomasan die Kugelstoß-Konkurrenz ohne Vermessungs-Patzer gewonnen.
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