Nach Protesten und heftiger Kritik an der Stadt Graz über das viel zu lange Behördenverfahren in der Causa „Turmkreuz“ fiel am Mittwoch die Entscheidung! Die Lichtinstallation darf wieder eingeschaltet werden!
Es werde (wieder) Licht! Der „Krone“-Bericht von Dienstag sorgte für helle Empörung auch außerhalb der Steiermark: Im Vorjahr musste dem beleuchteten Turmkreuz der Pfarrkirche Graz-Gösting der Stecker gezogen werden, weil sich ein zugezogener Anrainer vom christlichen Symbol „geblendet“ fühlte. Er klagte, worauf die Grazer Bau- und Anlagenbehörde beim Durchsicht der Akten keine Genehmigung für die „bauliche Maßnahme“ finden konnte. Ergo leiteten die Beamten ein Verfahren ein und verordneten: Licht aus!
Nachdem etliche Interventionen der Pfarre keine Wirkung gezeigt hatten, startete Pfarrer Karl Niederer eine Unterschriftenaktion. „Ein 2000 Jahre altes Symbol nicht nur des Glaubens, sondern auch unserer Kultur wird von den Behörden auf die gleiche Stufe gestellt wie jede beliebige Reklame“, protestierte Niederer. Viele Bewohner von Gösting waren gleicher Meinung, 230 unterzeichneten sogar eine Petition an die Stadt Graz. „Gebt uns unser Kirchenkreuz zurück“, forderten sie.
Nach unserer Story ging es aber doch ganz schnell. Die Bau- und Anlagenbehörde, die noch auf ein Gutachten des Stadtplanungsamtes gewartet hatte, wollte sich nicht länger dem Vorwurf der Verzögerung aussetzen. Acht lange Monate hatte das Verfahren bereits gedauert.
Am Mittwoch folgte Entscheidung der Stadt
Und so konnte das Büro von KPÖ-Stadtrat Manfred Eber, das auf eine rasche Lösung gedrängt hatte, am Mittwoch der „Krone“ die gute Nachricht verkünden: Die Genehmigung für das Kirchenkreuz ist „durch“, die Licht-Installation darf wieder eingeschaltet werden! „Ich freue mich sehr“, strahlt Pfarrer Niederer über die frohe Botschaft. Und mit ihm werden die Göstinger jubeln – denn jetzt ist auch rechtlich alles korrekt.
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