„Trendumkehr“

Weniger Österreicher wollen aus EU austreten

Politik
04.04.2024 10:58
Porträt von krone.at
Von krone.at

Zwei Monate vor den Europawahlen wollen weniger Österreicherinnen und Österreicher aus der EU austreten. Während das zu Jahresbeginn noch 29 Prozent wollten, sind es jetzt 23. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE).

ÖGfE-Generalsekretär Paul Schmidt spricht von einer „Trendumkehr.“ 65 Prozent stimmen der Umfrage nach der EU-Mitgliedschaft zu. Laut Schmidt wirken hier rückläufige Migrationszahlen, eine sich abflachende Inflation und der Beginn einer intensiven Europadebatte. Seit 1995 wird die österreichische EU-Mitgliedschaft von durchschnittlich 70 Prozent der Befragten befürwortet.

Mehrheit plant Stimmabgabe
Bei der aktuellen Umfrage wurde auch abgefragt, wie hoch die Bereitschaft ist, bei den Europawahlen die Stimme abzugeben. Demnach haben das 54 Prozent „sicher“ und weitere 25 Prozent „eher“ vor. „Die Chance auf eine relativ hohe Wahlbeteiligung bei den Europawahlen ist (...) gegeben“, kommentierte Schmidt. Wahlmotive sind beispielsweise, dass die Menschen ihr demokratisches Recht nutzen möchten, und dass sie das Europäische Parlament als wichtige Institution sehen.

Lediglich fünf Prozent geben hingegen an, sicher nicht wählen zu wollen. Motive sind hier etwa, dass Österreichs Regierung den Befragten nach in der EU nichts zu sagen hat, oder dass die eigene Stimme nichts ändert.

Dass das Europäische Parlament in allen Mitgliedsländern direkt von den Bürgerinnen und Bürgern gewählt wird, ist acht von zehn Umfrageteilnehmenden wichtig. Nur etwas mehr als jeder zehnten Person (13 Prozent) ist das nicht wichtig. 

Zitat Icon

Es sollte der Innenpolitik nicht egal sein, wie die Europawahlen ausgehen.

Paul Schmidt, ÖGfE-Generalsekretär

Vorgeschmack auf Nationalratswahl?
Ein weiteres Ergebnis ist, dass fast zwei von drei Befragten angaben, am 9. Juni jene Partei zu wählen, die sie auch bei den Nationalratswahlen wählen würden. „Es sollte daher auch der Innenpolitik nicht egal sein, wie die Europawahlen ausgehen“, sagte Schmidt.

Die Umfrage wurde vom Institut market im März durchgeführt. Teilgenommen haben österreichweit 1000 Menschen online. Die maximale statistische Schwankungsbreite beträgt 3,16 Prozent.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Politik
04.04.2024 10:58
Loading

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt