Die Ferlacher Co-Pilotin fährt mit dem Bruder eines Ex-Weltmeisters um die norwegische Rallye-Meisterschaft. Gemeinsam sind sie 100 Jahre alt. Und bei der Lavanttal-Rallye sind 36 Kärntner am Start.
Beim letzten Auftritt in Österreich bei der Jänner-Rallye ging Co-Pilotin Ilka Minor mit Johannes Keferböck (OÖ) wortwörtlich baden – versenkten die beiden doch ihr Auto in einem Löschteich. „Da hab ich eigentlich schon an der Himmelstüre geklopft. Das hätte auch anders ausgehen können“, weiß Minor.
Ob sie das vom Weiterfahren abhält? Keineswegs. Denn gleich nach dem Crash versuchte der Norweger Henning Solberg (Bruder von Ex-Rallye-Weltmeister Petter Solberg) die Ferlacherin zu erreichen. „Aber mein Handy war nach dem Unfall kaputt. So konnte ich ihn erst vier Tage später zurückrufen. Da haben wir dann ein wenig rumgeblödelt“, lacht Minor. Und Comeback-Pläne geschmiedet!
Da hab ich eigentlich schon an der Himmelstüre geklopft. Das hätte auch anders ausgehen können.
Ilka Minor
Denn Solberg und Minor fungierten schon von 2010 bis 2018 als Team. Und saßen nach sechs Jahren am 20. Jänner, nur zwei Wochen nach Minors Horrorcrash, bei der Sigdalsrallye wieder gemeinsam in einem Cockpit. Höchst erfolgreich belegte man dort beim ersten Lauf zur norwegischen Meisterschaft Rang drei.
Zusammen 100 Jahre alt
Die Rallye Hadeland bei Oslo konnte man gar für sich entscheiden – und weil man bei der Numedalsrallye erneut Dritter wurde, ist man zur Halbzeit der norwegischen Meisterschaft in Führung. „Henning ist auch ein bisschen älter, er ist 51. Ich bin 49, gemeinsam sind wir hundert Jahre alt. Da macht es schon Spaß, die jüngeren Kollegen herzupanieren“, schmunzelt Minor. Weiter geht’s erst Ende Mai.
36 Kärntner bei der Lavanttal-Rallye
Bei der am Freitag beginnenden 46. Lavanttal-Rallye ist Minor nicht am Start. Aber auch ohne ihre Anwesenheit gibt’s dort jede Menge „Kärntner Power“. Unter den 83 Teams findet man gleich 36 Lokalmatadore aus Kärnten – 20 Fahrer und 16 Co-Piloten. Und von allen Nennungen kommen ganze 52 aus Österreich. Mit zwölf Teams ist Deutschland bei den ausländischen Vertretern die Nummer eins.
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