In einer Fragerunde mit Fans wurde Julian Nagelsmann unter anderem zu seinem Aus als Bayern-Trainer vergangene Saison befragt. Deutschlands Bundestrainer konnte sich einen Seitenhieb gegen seinen Ex-Klub nicht ersparen und verwies zugleich auf Thomas Tuchel, den nun ein ähnliches Schicksal ereilt.
„Ich habe eine generelle Meinung, wie man mit Trainern umgeht, was man von einem Trainer erwartet und wie man ihm auf der anderen Seite dann auch den Rücken freihält und ihm die Zeit dafür gibt“, so Nagelsmann. „Es heißt immer, der Trainer sei die wichtigste Person im Verein. Und es ist skurril, dass man immer die wichtigste Person zuerst rauswirft. Da stimmt etwas nicht“, wurde der gebürtige Bayer deutlich.
„Normal und gesund“
Nagelsmann war im März 2023 nach nur eineinhalb Jahren im Amt entlassen worden, Thomas Tuchel, der anschließend auf der Trainerbank Platz nahm, muss mit Saisonende nun ebenfalls seine Koffer packen. Dass die Münchner ihre Trainer in Krisenzeiten direkt austauschen, könne Nagelsmann nicht ganz nachvollziehen, schließlich gehören Höhen und Tiefen zum Sport dazu. „Am Ende ist es normal, und da spreche ich auch für Thomas Tuchel, dass einfach nicht immer nur eine Mannschaft Meister wird. Das ist normal und das ist auch gesund“, hält Nagelsmann fest.
Dem wohl ausbleibenden Meistertitel könne der FC Bayern durchaus etwas Positives abgewinnen, ist der 36-Jährige überzeugt. „Im Erfolg macht man die größten Fehler und wenn man dann mal keinen Erfolg hat, dann musst du eigentlich schon viele Dinge im Vorhinein repariert haben, um dann sofort wieder Erfolg zu haben. Nur muss man sich das halt dann ein bisschen eingestehen und eine gewisse Ruhe haben, auch mal durch ein Tal zu gehen.“
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