„Zackzack.at“, das linke Onlinemedium von Ex-Politiker Peter Pilz, hat prominenten Zuwachs bekommen. NEOS-Rückkehrer Sepp Schellhorn beteiligt sich am Portal. Die Frage nach der Vereinbarkeit sorgt für Diskussionen.
Schellhorn sprach gegenüber dem „Standard“ von einer „symbolischen Beteiligung“, die ja nur zwei Prozent betrage. Es sei ihm „wichtig, dass es solche Social-Media-Plattformen wie ,Zackzack‘ gibt und dass sie breiter werden“. Die Frage nach der Vereinbarkeit (als Politiker Anteile an einem Medium zu halten) wurde nicht gestellt.
Ob sich Schellhorns Beteiligung auf die künftige „Zackzack.at“-Berichterstattung auswirkt, bleibt abzuwarten. Auf X wird Schellhorns neue Beteiligung jedenfalls bereits heiß diskutiert.
Laut Firmeneintrag gibt es „Zackzack.at“ – die Plattform ging aus der parlamentarischen Liste Pilz hervor – seit Mai 2020. Gelder der Parteiakademie flossen nach dem Ausscheiden der Liste rund um den ehemaligen Grünen Peter Pilz in die Gründung des Mediums.
Finanzielle Probleme
Es ist kein Geheimnis, dass das Portal – das vor allem den linken Rand bedient – finanziell nicht auf Rosen gebettet ist. Das Startkapital von 1,2 Millionen war schnell verbraucht, im vergangenen Sommer musste fast die gesamte Redaktion gekündigt werden. Ein völliges Aus stand im Raum, Spenden halten das Medium bis dato am Leben.
Bildungsverein hält Mehrheit der Anteile
Mittlerweile gibt es auch einige Kleingesellschafter. Anteile halten neben Schellhorn etwa Wissenschafter wie die Biochemikerin Renée Schröder und der Informatiker Hannes Werthner. Die neuen Gesellschafter halten jeweils zwischen einem und fünf Prozent an der Zack Media GmbH. Der Bildungsverein Offene Gesellschaft hält noch immer den größten Teil (50 Prozent) der Anteile. Zweitgrößter Gesellschafter ist Pilz selbst mit 26 Prozent.
Ich konnte mich nach den politischen Entwicklungen als Unternehmer und als politischer Mensch zuletzt einfach nicht mehr halten. Es gehört aufgeräumt.
Schellhorn zu seiner Rückkehr in die Politik
Schellhorn kehrte im Jänner offiziell nach zweieinhalb Jahren zurück aufs politische Parkett. Er übernahm mit Ende Februar das Nationalratsmandat von Julia Seidl, die davor ihren Rückzug bekanntgab, da sie sich auf die Innsbrucker Gemeinderatswahl konzentrieren will, wo sie als pinke Spitzenkandidatin antreten wird. Schellhorn war bis 2021 Nationalratsabgeordneter der NEOS.
„Ich konnte mich nach den politischen Entwicklungen als Unternehmer und als politischer Mensch zuletzt einfach nicht mehr halten. Es gehört aufgeräumt“, erklärte Schellhorn damals seine Rückkehr.
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