Land Burgenland und Diözesen Eisenstadt und Kanjirapally unterzeichneten Absichtserklärung, um jährlich 50 Pflegekräfte aus Südindien anzuwerben. Mit dieser Maßnahme will man einen weiteren Schritt setzen, um dem bevorstehenden Pflegenotstand entgegenzuwirken.
Pflegekräfte aus Osteuropa sind seit Jahren eine wichtige Säule, um den drohenden Pflegenotstand im Burgenland zu verhindern. Aktuell seien die Pflegestellen in den burgenländischen Spitälern und Sozialeinrichtungen derzeit weitgehend besetzt. Laut Prognosen fehlen aber bis zum Jahr 2030 bis zu 1750 Pflegekräfte im Land. Bereits im Vorjahr hat man seitens des Landes 30 philippinische Pflegekräfte ins Burgenland geholt. Künftig will man jährlich auch bis zu 50 vollausgebildete Pflegekräfte aus Indien anwerben, erklärt Landesrat Leonhard Schneemann, denn die bisherigen Anstrengungen im Bereich der Ausbildung, werden allein nicht ausreichen, um dem Bedarf zu begegnen.
Ausbildung und Deutschkurs in Indien
Ermöglichen soll das eine Partnerschaft zwischen dem Land und den Diözesen Eisenstadt und Kanjirapally. Die Pflegekräfte sollen in Indien ausgebildet werden und dort auch schon Deutsch lernen, kündigte Schneemann bei der Unterzeichnung einer Absichtserklärung an. Details zur neuen Pflegepartnerschaft werden in den kommenden Wochen vertraglich vereinbart. „Wir können versichern, dass wir gut ausgebildete Krankenpflegekräfte senden, die ihre Arbeit als Berufung sehen und sie mit vollem Herzen ausüben werden. Sie werden mit Sicherheit für das Burgenland eine große Bereicherung sein“, sagte der Bischof der Diözese Kanjirapally, Jose Pulickal.
Partnerschaft seit 43 Jahren
Mit der Kooperation werde die seit 43 Jahren bestehende Partnerschaft zwischen den beiden Diözesen um das Land erweitert, erläuterte auch Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics. Sie werde somit verstärkt den Menschen im Burgenland zugutekommen.
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