Gelungener Auftakt

Obermoser bei Olympia-Debüt mit gutem 19. Rang

Sport
28.07.2012 11:35
Schützin Stephanie Obermoser hat am Samstag in der ersten Entscheidung der Sommerspiele in London ein gelungenes Olympia-Debüt gegeben. Die Tirolerin belegte mit dem Luftgewehr Rang 19. Nächsten Samstag steht für die 23-Jährige noch das Kleinkaliber-Dreistellungsmatch an. Dort ist Obermoser auch der Finaleinzug zuzutrauen.

Aus ihrem ersten Auftritt bei den Spielen nahm Obermoser vor allem das Positive mit. "Ich bin jetzt einmal 100 Kilogramm leichter. Die Anspannung war natürlich ein Stück größer als gewohnt", erklärte das Schießtalent, das 395 Ringe erzielte. Fünf von 40 Schüssen aus zehn Metern landeten nicht im Zentrum, einige davon verfehlten es aber nur sehr knapp. "Ich kann mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein", meinte Obermoser. "Ich habe das umgesetzt, was ich mir vorgenommen habe."

Wichtig sei vor allem die gewonnene Erfahrung. "Ich bin erleichtert, dass ich nicht weit weg war", sagte Obermoser. "Die Top 20 sind gut bei Olympia." Nach Neuner-Treffern beim 17. und 20. Schuss legte die Stiefschwester von Athen-Bronzemedaillengewinner Christian Planer noch zwei 99er-Serien hin. "Sie ist eine Kämpferin", betonte ÖSB-Sportkoordinatorin Margit Melmer. "Und im Dreistellungsmatch 3 x 20 am Samstag ist sie ganz stark."

Obermoser ließ sich nicht aus der Ruhe bringen
Ob des frühen Wettkampfstarts hatte Obermosers erster Olympiatag bereits um fünf Uhr begonnen. Die Eröffnungsfeier am Vortag musste die HTL-Absolventin aus Kössen daher sausen lassen. "Nur beim Feuerwerk bin ich aufgewacht", verriet die Tirolerin mit einem Lächeln. Beim Schießen zog sie dann ihren Rhythmus durch, war bereits fünf Minuten vor Ende des Zeitfensters fertig.

Von einem leichten Luftzug in der Quali-Halle der Royal Artillery Barracks ließ sich Obermoser ebenso wenig beirren wie von einem viel größeren Medieninteresse als sonst bei Schießwettkämpfen üblich. "Es ist wichtig, einmal eine brave Leistung gezeigt zu haben", versicherte auch Routinier Christian Planer. "Man sieht dadurch, dass die Spiele nicht so schlimm sind. Davor geht man ins Ungewisse."

Verletzungssorgen bei Farnik
Obermosers Kollege Thomas Farnik ist in der Vorbereitung auf seinen ersten Wettkampf von einer Verletzung zurückgeworfen worden. Der 45-jährige Wiener, der seine sechsten Spiele bestreitet, laboriert an einem Muskelfasereinriss an der Oberschenkelrückseite. Die Blessur zog sich der Routinier beim Lauftraining im Olympischen Dorf zu.

"Wir hoffen, dass er bis Montag ganz fit wird", erklärte Österreichs Gewehrkoordinatorin Margit Melmer. Dann steht in den Royal Artillery Barracks der Luftgewehr-Bewerb der Herren auf dem Programm. "Wir müssen erst schauen, wie sehr es ihn beim Schießen beeinträchtigt", sagte Melmer am Samstag. Erst dann könne über ein eventuelles Nichtantreten entschieden werden.

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