In Hochform

Bolt und Powell mit ihrer ganz eigenen Olympia-Show

Sport
27.07.2012 16:22
Eine Zwei-Mann-Show par excellence boten Usain Bolt und sein jamaikanischer Landsmann Asafa Powell Hunderten Medienvertretern, noch bevor die Olympischen Spiele in London offiziell eröffnet waren. Bolt zog sich die knallgelbe Baseballkappe ins Gesicht, schüttelte sich vor Lachen und ließ sich wie in Zeitlupe nach hinten fallen. Powell kriegte sich fast nicht mehr ein. Die beiden liefen zur Hochform auf.

Sport und Spaß, Siege und Niederlagen, Chancen und Risiken: Keine Antwort blieben die befreundeten Rivalen schuldig. Nur ein einziges Mal waren beide zunächst sprachlos: Auf die Frage nach den 150.000 Kondomen, die im olympischen Dorf für Safer Sex sorgen sollen. Bolt schaute Powell an: "Sag du doch mal was!" Powell grinste zurück: "Du kannst ja Luftballons daraus machen."

Die Bühne in den jamaikanischen Nationalfarben gold-grün-schwarz gehörte den beiden ganz allein. Eigentlich sollte auch Weltmeister Yohan Blake kommen, aber der legte einen olympischen Fehlstart hin: Wegen Gepäckproblemen hatte sich der 22-Jährige verspätet und verpasste die Talkshow. Egal. Die beiden Kollegen spielten ihren Part perfekt, Olympia kann kommen.

Bolt: "Denke nie ans Verlieren"
"Für mich geht es nur ums Gewinnen. Ich denke nie ans Verlieren. Und um den Weltrekord mache ich mir jetzt wirklich keine Sorgen", versicherte Bolt, der vor vier Jahren in Peking mit drei Goldsprints in Weltrekordzeit zum Weltstar aufgestiegen war. "Ich weiß, was ich will", sagte der 25-Jährige, "für mich ist es wichtig, meine Titel zu verteidigen." Er weiß: Nur dann kann er zur lebenden Legende in seiner Sportart werden.

Dass er zur Eröffnung die Fahne tragen darf, hat den Top-Favoriten zusätzlich motiviert. "Für mein Land würde ich alles tun. Ich liebe Jamaika. Das ist eine große Ehre für mich", sagte der Weltrekordler über 100 und 200 Meter und grinste: "Dann komme ich mal ins Fernsehen."

Ganz Jamaika wird am 5. August vor den TV-Geräten die Daumen drücken, wenn der Startschuss zum 100-m-Finale fällt. Bolt will Gold - und er könnte dann in eine historische Nacht hineinfeiern: Am 6. August jährt sich zum 50. Mal der Unabhängigkeitstag der kleinen Karibik-Insel. "Jeder erwartet einen Sieg und einen Weltrekord, um dann 'Happy Birthday' zu Jamaika zu sagen", meinte Bolt. "Ich freue mich schon, 'Happy Birthday, Jamaika' zu sagen."

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