Konsumentenschützer:

Haarspülungen enthalten „unnötige“ Chemie

Österreich
22.02.2024 08:34

Haarspülungen enthalten oft „unnötige und problematische“ Chemie. Zu diesem Ergebnis kommt ein Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI), der 13 Conditioner unter die Lupe genommen hat. Durchgefallen ist kein Produkt.

Getestet wurden sowohl das Diskonter-Angebot als auch das teure Kerastase-Produkt aus dem Friseurbedarf. Insgesamt wurden drei „Sehr gut“, vier „Gut“ und sechs „Durchschnittlich“ vergeben. Unter den besten Haarspülungen war auch das günstigste Produkt, das 32 Cent pro 100 Milliliter kostet. Das zentrale Ergebnis: Alle Conditioner pflegen zwar die Haare, in sechs Produkten (von den Marken Cien, Garnier Fructis, Hema, Schwarzkopf Gliss Kur und Syoss) wurden aber Substanzen gefunden, die in den Hormonhaushalt eines Organismus eingreifen können.

Der Verein für Konsumenteninformation hat 13 verschiedene Conditioner getestet (Symbolbild).
Der Verein für Konsumenteninformation hat 13 verschiedene Conditioner getestet (Symbolbild).(Bild: stock.adobe.com/Iakov Filimonov)
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Auch wenn bei Haarspülungen die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass die Verbindungen in den Körper gelangen, ist die Verwendung dieser Chemikalien in Conditionern absolut überflüssig.

Birgit Schiller vom VKI

„Auch wenn bei Haarspülungen die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass die Verbindungen in den Körper gelangen, ist die Verwendung dieser Chemikalien in Conditionern absolut überflüssig“, sagte VKI-Chemikalienexpertin Birgit Schiller. Sie könnten relativ einfach durch weniger problematische Stoffe ersetzt werden, was auch für die Umwelt gut sei.

Auswirkungen auf Umwelt unklar
Unnötig sei auch der Einsatz von Silikonen, die den Pflegeeffekt unterstützen sollen. „Problematisch ist dagegen, dass diese Verbindungen sich in der Umwelt anreichern - mit unklaren ökologischen Auswirkungen.“ 

Darüber hinaus könnten viele Hersteller die Verpackungen verbessern, sagen die Konsumentenschützerinnen und Konsumentenschützer. So werde etwa selten recyceltes Material eingesetzt und vom Inhalt seien bis zu 18 Prozent (36 Milliliter) gar nicht aus der Flasche zu bekommen gewesen.

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