Nach dem durchaus gelungenen EM-Auftakt gegen Spanien (1:1) brockte Cassano der "Squadra Azzurra" mit seinen Aussagen vor dem Spiel gegen Kroatien völlig unnötigen Ärger ein. Die "Gazzetta dello Sport" nannte Cassanos Worte über Homosexuelle "schockierend".
Reporter hatten ihn auf Äußerungen des italienischen Fernsehmoderators Alessandro Cecchi Paone angesprochen und den redseligen Fußballer damit aufs Glatteis geführt. Cecchi Paone hatte in einem Radio-Interview behauptet, dass zwei Homosexuelle und ein Bisexueller in der "Squadra Azzurra" seien. Chechi Paone selbst ist homosexuell und hatte nach eigener Aussage mittlerweile beendete Beziehungen zu zwei italienischen Profi-Fußballern.
"Muss nachdenken, ob ich bei Milan bleibe"
Zunächst hatte der 29-jährige Cassano in Krakau auf die Frage noch ausweichend reagiert: "Wir antworten darauf nicht", sagte der Milan-Stürmer und fügte dann hinzu: "Es ist besser, ich sage nicht, was ich denke." In Krakau griff der im blütenweißen Polohemd fröhlich plappernde Cassano dann auch noch Milan wegen eines möglichen Verkaufs von Abwehrspieler Thiago Silva an und erklärte: "Jetzt spiele ich die EM und dann werde ich darüber nachdenken, ob ich bei Milan bleibe oder gehe."
Entschuldigung folgte prompt
Schon kurz nach seinen Entgleisungen entschuldige sich Cassano. "Das tut mir aufrichtig leid. Ich wollte niemanden beleidigen. Schwulenfeindlichkeit ist mir absolut fremd", teilte der Spieler am Dienstagabend der Nachrichtenagentur ANSA mit.
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