Es begann mit sechs letzten Plätzen im ersten Lauf und endete für Österreich mit dem dritten Top-10-Rang beim Riesentorlauf am Kronplatz.
Ein Lichtblick im düsteren Riesentorlauf-Tunnel: Die Laufbestzeit im zweiten Durchgang am Kronplatz gelang … einer Österreicherin! Julia Scheib blieb im Finale als einzige (!) Fahrerin unter einer Minute Fahrzeit und katapultierte sich so um 16 Plätze nach vorne. Was den 9. Endrang ergab - und im achten Rennen auf dem schweren Hang hier das dritte Top-10-Resultat für Ski-Austria. Auch dass sechs von neun rot-weiß-roten Athletinnen in den zweiten Durchgang kamen, war gegenüber Jasna (keine in den Top 30) ein eindeutiger Schritt nach vor. Dabei hatte das Rennen für die Alpenrepublik echt übel begonnen: Nach Startnummer 22 hatten die letzten sechs Plätze durchwegs Österreicherinnen geziert!
Doch die Truppe von Damenchef Roland Assinger zog sich aus dem Sumpf. Ohne gleich zufrieden zu sein: „Das war nur Schadensbegrenzung“, knurrte etwa Scheib sogar nach ihrer Laufbestzeit, „ich weiß nicht, warum’s im ersten Durchgang einfach nicht klappen will.“
Lara rückte Mika nahe
In die Entscheidung konnten die ÖSV-Mädels selbst mit dem guten zweiten Lauf nicht eingreifen. Lara Gut-Behrami carvte in einer eigenen Liga und holte souverän (1,09 voraus) ihren 42. Weltcupsieg, den achten im Riesentorlauf. „Ich fühle mich ziemlich sicher auf Ski“, erklärte die Schweizerin ihre Überlegenheit. In fünf Tagen hat sie bei den Rennen in Cortina (2., 5., 1.) und Kronplatz (1.) satte 325 Punkte eingeheimst.
Damit ist der Vorsprung der verletzten Mikaela Shiffrin, die nach dem Sturz in Cortina (Überdehnung des Innenbandes im Knie) in Innsbruck am Comeback arbeitet, im Gesamtweltcup auf 95 Punkte geschrumpft. Schade, dass die Speed-Rennen von Garmisch abgesagt wurden? „Nein“, lachte Lara, „die Müdigkeit ist groß. Ich freue mich auf die Pause, die brauche ich jetzt.“
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