Die Fallzahl des hochansteckenden Hustens hat sich im Vorjahr vervielfacht. Niederösterreichs Gesundheitsbehörden raten daher zur Schutzimpfung.
Als wären Corona-, Grippe- und RSV-Viren nicht schon genug. Jetzt breitet sich auch der durch das Bakterium Bordetella pertussis verursachte und hochansteckende Keuchhusten immer rasanter in ganz Niederösterreich aus. Im Vergleich zu den Vorjahren sind die Fallzahlen deutlich angestiegen.
Wurden etwa im Jahr 2022 landesweit nur insgesamt zehn Fälle registriert, waren es im Vorjahr bereits 138. Besonders häufig wurde die Krankheit zur kalten Jahreszeit diagnostiziert – wohl aufgrund zunehmender Impfmüdigkeit. „Das vermehrte Auftreten der Fälle hängt damit zusammen, dass die Auffrischungsimpfung alle zehn Jahre erfolgen muss. Wenn das nicht geschieht, dann kann natürlich ein Pertussisfall ganz viele Menschen anstecken“, schildert Sanitätsdirektorin Regina Klenk.
Wer besonders gefährdet ist
Besonders gefährdet seien Säuglinge, Kleinkinder und vor allem auch ältere Personen, weil es hier sehr schwere Krankheitsverläufe gebe, ergänzt sie. Der beste Schutz vor dem unangenehmen Husten und schweren Krankheitsverläufen ist und bleibt laut den heimischen Gesundheitsbehörden – wie auch bei Corona und Grippe – die Schutzimpfung.
Impfschutz ist für Kinder kostenlos erhaltbar
Bereits im Säuglingsalter werden im Rahmen der Sechsfachimpfung kostenlose Immunisierungen angeboten. Danach sollte der Schutz laut dem Impfplan alle zehn Jahre erneuert werden. „Während der Pandemie war ein deutlicher Rückgang der Keuchhustenfälle zu beobachten, wie auch bei anderen übertragbaren Erkrankungen der Atemwege. Nachdem die Menschen nun wieder vermehrt in Kontakt stehen, befinden sich aber auch die Keuchhustenbakterien wieder auf dem Vormarsch“, weiß Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig.
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