Große Unterschiede hat es in Österreich im heurigen Winter gegeben. Beim Blick auf die Monate Dezember, Jänner und Februar war es auf den Bergen überaus mild, im Westen außerdem sehr sonnig. Im Grau von Nebel und Wolkendecke versank hingegen der Osten. Im Tiefland wurde sogar der kälteste Winter seit acht Jahren verzeichnet.
In der vorläufigen Auswertung liegt laut der Klimabilanz der Geosphere Austria der Winter 2025/26 demnach im Tiefland Österreichs auf Platz 32 der 259-jährigen Tiefland-Messgeschichte. Auf den Bergen ist es hingegen Platz acht in der 175-jährigen Gebirgsmessreihe.
Hier war es am sonnigsten
Überdurchschnittlich sonnig war der Winter 2025/26 vor allem im Großteil von Vorarlberg, Tirol und Salzburg sowie im Salzkammergut. Zum Beispiel gab es in Bad Aussee rund 30 Prozent und am Sonnblick um 25 Prozent mehr Sonnenstunden als in einem durchschnittlichen Winter.
Hier fehlte die Sonne am meisten
In der Osthälfte Österreichs verlief der Winter hingegen relativ trüb. Die Wetterstation Wien Hohe Warte zum Beispiel verzeichnete rund 30 Prozent weniger Sonnenstunden als in einem durchschnittlichen Winter. In Klagenfurt gab es 45 Prozent und in Graz 50 Prozent weniger Sonnenstunden als im Durchschnitt.
Der Winter 2024/25 brachte 44 Prozent weniger Niederschlag als im vieljährigen Durchschnitt.
Klimatologe Alexander Orlik
Über die gesamte Fläche Österreichs gesehen brachte der Winter 2025/2026 um 20 Prozent weniger Niederschlag als im vieljährigen Durchschnitt. „Das ist deutlich zu trocken, aber nicht so extrem wie im Vorjahr – der Winter 2024/25 brachte 44 Prozent weniger Niederschlag als im vieljährigen Durchschnitt“, sagte Klimatologe Alexander Orlik.

Die regionale Auswertung zeigt ganz vereinzelt überdurchschnittlich viel Niederschlag. So gab es im Gebiet von der Koralpe über die südliche Steiermark bis zum Südburgenland zehn bis 30 Prozent mehr Niederschlag als im vieljährigen Durchschnitt.
Schneemenge in Summe unter dem Durchschnitt
Kurzfristig schneite es der Auswertung zufolge zwar in einigen Regionen viel, wodurch es zu Problemen auf den Verkehrswegen und in der Stromversorgung kam und die Lawinengefahr stark anstieg. Aber insgesamt waren die Schneemengen im Winter 2025/26 in allen Höhenlagen deutlich unter dem Durchschnitt.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.