„Geiseln freilassen“
Israel: Demonstranten blockieren Gaza-Lieferungen
Israelische Demonstranten haben am Sonntag die Einfuhr von humanitärer Hilfe über den Grenzübergang Kerem Shalom in den Gazastreifen blockiert. Wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete, lehnen die Demonstranten Hilfslieferungen ab, solange nicht alle von der Hamas und ihren Verbündeten in das Palästinensergebiet verschleppten Geiseln freigelassen worden sind.
„Rund 200 Demonstranten“ hätten sich im Bereich des Übergangs versammelt, erklärte Cogat, die israelischen Behörde für zivile Angelegenheiten in den besetzten Palästinensergebieten, am Sonntag. Die israelische Armee teilte daraufhin mit, dass das Gebiet um den Übergang nun eine „geschlossene Militärzone“ sei.
Geisel-Angehörige bei Protest
Einige der Demonstranten sind Verwandte von Geiseln, wie der AFP-Reporter unter Berufung auf die Angaben der Protestierenden berichtete. „Wir sind nicht mit den Menschen im Gazastreifen befreundet, sie sind unsere Feinde und Feinden hilft man nicht“, sagte die Demonstrantin Batia Cheremberg aus dem mehr als 100 Kilometer entfernten Bet Shemesh.
Für Hilfslieferungen für die Bewohner des Gazastreifens stehen nur zwei Zugänge zur Verfügung: Der Grenzübergang Kerem Shalom führt aus dem Süden Israels in das Palästinensergebiet, der Übergang Rafah hingegen liegt an der Grenze zwischen Ägypten und dem Gazastreifen. Bereits am Donnerstag und Freitag hatten Israelis am Grenzübergang Kerem Shalom demonstriert und Lastwagen mit Hilfslieferungen an der Einfahrt gehindert.
Der Internationale Gerichtshof (IGH) hat Israel in einer vorläufigen Entscheidung unter anderem dazu aufgefordert, „dringend benötigte“ humanitäre Hilfe für die Zivilisten in das Palästinensergebiet zuzulassen.







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