Binnen-I, Glottisschlag oder „Gender-Schlendrian“? Unter dem blumigem Titel „Schei* Gendern?“ geht eine neue Doku von PULS 4 (25. 1., 20.15 Uhr) und Joyn (ab sofort zum Streamen) dem Aufreger-Thema schlechthin nach. Die „Krone“ sah sie vorab.
„Ich hasse es“, „Es ist grauenhaft“ und „Wenn es Pflicht wird, wandere ich aus“: Die Straßenumfrage zum Gendern, die zu Beginn der neuen Doku „Schei* Gendern?“ von PULS 4 und Joyn über den Bildschirm flimmert, fällt klar aus...
Zu Wort kommen aber natürlich auch allerhand teils selbst ernannte Experten. Das Doku-Team ist zu Gast bei Stefan Grünberger, dem Anti-Gendern-Volksbegehren-Initiator („Meine Frau unterschreibt brav meine Volksbegehren“), bei einer Mutter, die ihren kleinen Sohn zum Gendern erzieht und bei einer Gruppe von Menschen, die sich abseits von männlich und weiblich definieren.
Befragt werden auch PULS 4-Infochefin Corinna Milborn, die glaubt, dass junges Publikum erwartet, dass im Fernsehen gegendert wird, und ORF-Moderator Tarek Leitner, der als einer der ersten im Öffentlich-Rechtlichen den sogenannten Glottisschlag, also die kurze Sprechpause zwischen männlicher und weiblicher Form, angewendet hat. Was er nach einer Weisung des ORF nicht mehr tut und auch zugibt: „Es gibt Grenzen des Genderns. Manchmal lenkt man dabei von den Inhalten ab.“ Wenn man etwa „TerroristInnen“ sage, dann würden die Seher eher über den Begriff nachdenken als über die Meldung. Sein Mittelweg sei der „Gender-Schlendrian“, er verwendet also unterschiedliche Formen.
„Schei* Gendern?“ ist eine interessante, wenn auch recht konservativ gemachte Doku für alle, die mehr zum Thema wissen wollen.
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