Die Regierung will den Holzbau bei Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäusern fördern. Eine entsprechende Initiative wurde am Mittwoch im Ministerrat beschlossen. 110 Millionen Euro sind für das Projekt vorgesehen.
„Mit Holz bauen wir nicht nur Häuser, sondern auch eine starke und nachhaltige Zukunft. Der Bau und der Betrieb von Gebäuden ist derzeit für 36 Prozent der EU-Treibhausgasemissionen verantwortlich. Um diese Emissionen zu reduzieren, werden wir künftig CO₂-intensive Baustoffe verstärkt durch Holz aus Österreich ersetzen (...)“, kündigte Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) in einer Aussendung an. Zudem habe der Holzbau wirtschaftliche Vorteile.
Laut Ministeriumsangaben sollen die 110 Millionen Euro vor allem direkt in Holzbauprojekte fließen. In der Vergangenheit seien auf diese Weise bereits vier Ausschreibungen mit mehr als 90 Projekten abgeschlossen. Bei den öffentlichen Bauten wie Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen und Krankenhäusern sollen außerdem energiesparende und nachhaltige Heizmethoden in den Fokus rücken.
Neue Baunormen angedacht
Darüber hinaus sollen die Baunormen nach den Regierungsplänen überdacht werden. Gespräche dazu laufen bereits. Bundesländer- und EU-Regelungen sollen dabei berücksichtigt werden, hieß es.
Zustimmung kam unter anderem von der Landwirtschaftskammer und vom Fachverband der Holzindustrie Österreichs. „Der nachwachsende Baustoff Holz hilft uns, energieintensive Materialien zu ersetzen und somit für CO₂-Einsparungen zu sorgen. Auch müssen unsere Waldbäuerinnen und Waldbauern ihre Baumbestände durch eine aktive Bewirtschaftung klimafit machen. Dass für das Holz - ihr zentrales Produkt - Absatzwege gestärkt werden sollen, hilft den Betrieben in ihrer wirtschaftlich angespannten Situation bei der Bewältigung dieser wachsenden Mammutaufgabe“, sagte Landwirtschaftskammer Österreich-Präsident Josef Moosbrugger.
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