Wie ich es schaffe, meinen Tank zu füllen und ohne schlechtes Gewissen darauf zu hören, was ICH brauche. „Die kleine Botin“ aka Daniela Gaigg schreibt als Kolumnistin über Themen rund um das Leben mit der Familie. Das sind Nachhaltigkeit im Alltag, Selbstfürsorge und Gedankenanstöße für Eltern.
Das Jahr geht langsam aber doch zu Ende und ich habe seit Wochen den Eindruck, die Luft ist raus. Die anstehenden Schularbeiten bestimmen die Tage, die letzten Aufträge für 2023 sind geplant, Events eingetragen, Adventkalender und erste Geschenke vorbereitet. Und ich hatte ein Gefühl von Leere und Energielosigkeit. Was zum einen sicher daran liegt, dass ich einfach kein Wintertyp bin und in der kalt-nassen Jahreszeit mehr Energie aufwenden muss, um in Schwung zu bleiben. Andererseits hat dieses Jahr Themen aufgezeigt und Tatsachen an die Oberfläche gebracht, die erst mal verarbeitet werden wollen.
Also heißt es „Tank füllen“, denn nur dann kann ich weiterhin geben, was der Alltag mir abverlangt.
„Annehmen, was ist.“
Bevor ich meine Energiequelle verrate, hole ich noch etwas aus, denn für uns Mamas ist es alles andere als einfach, sich „einfach so“ mal rauszunehmen. Ich habe ein paar Jahre Vorarbeit leisten dürfen, um die innere Stimme überhaupt wahrzunehmen. Mein Coach sagt immer: „Annehmen, was ist.“ Sie meint damit auch, eine Schieflage, ein Energiedefizit anzunehmen, da sein zu lassen und dann im nächsten Schritt gezielte Maßnahmen zu ergreifen.
Meine Maßnahme, meine Tankstelle waren 5 Tage Auszeit! Ohne schlechtes Gewissen, ohne das Gefühl, andere zu vernachlässigen. Ich war nicht weit weg, aber dennoch reichten der Abstand und die Ruhe, um erfrischt und mit Fülle wieder heimzukommen.
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