Seit einem Jahr verbindet die Valentinsfähre Guntschach mit der Außenwelt. Hochwasser hat diese Verbindung über die Drau gekappt. Nun benötigen die Fährmänner selbst Hilfe!
Samstag, früher Morgen: Mit Gummistiefeln ausgestattet, macht sich ein Trupp der Fährmänner von Glainach auf, um ihr mit viel Schweiß und Leidenschaft errichtetes Vereinshaus am Ufer der Drau von Schlammmassen zu befreien. In der Nacht auf Freitag stieg wegen Starkregens der Pegelstand der Drau so hoch, dass der Fluss das Fährhaus unter Wasser setzte. „Ich war am Donnerstagabend noch schauen, da war alles noch in Ordnung“, erzählt Obmann Florian Poganitsch beim Lokalaugenschein der „Krone“. Nur wenige Stunden später, bei Tagesanbruch, kam das böse Erwachen. Gut einen halben Meter steht das Fährhaus unter Wasser, Anlegestege für die Fähren wurden von den Wassermassen verschluckt.
Ein Bild, das die Fährmänner leider schon kennen. „In den vergangenen elf Jahren passierte das dreimal“, sagt Poganitsch, der mit seinen Kameraden am Samstag kräftig anpackt. Doch trotz des Zusammenhaltes der Fährmänner bleibt eines: ein immenser Schaden.
„Wir haben erst vor Kurzem acht Kubikmeter Holz für den Ofen eingelagert“, erzählt ein Fährmann. Und nun ist alles verschwunden, von den Wassermassen der Drau fortgerissen. Auch die Elektronik des Vereinshauses wurde in Mitleidenschaft gezogen. „Da müssen wir erst überprüfen, was alles kaputt ist“, so Poganitsch.
Möchten Sie Brennholz für die Valentinsfähre Glainach spenden, dann wenden Sie sich bitte an: 05 7060-52040 oder per E-Mail an kaerntner@kronenzeitung.at
Die „Krone“-Familie hilft den Helfern
Jetzt stehen sie da und brauchen Hilfe; jene, die seit Dezember 2022 für die abgeschnittene Ortschaft Guntschach im Einsatz stehen (wir berichteten). Daher greift die „Krone“ den Fährmännern der Valentinsfähre unter die Arme. „Es ist ja nicht nur ein traditionsreicher Verein, auch sein selbstloser Einsatz nach dem Felssturz in Guntschach ist großartig“, sagt „Kärntner Krone“-Chefredakteur Hannes Mößlacher, der dem Verein finanzielle Unterstützung aus dem „Die Krone hilft“-Fonds zusichert. „Das freut uns wirklich sehr!“, so die Fährmänner.
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