Elf Jahre nach der Jahrhundertkatastrophe fühlt man sich in Lavamünd gewappnet für ein neuerliches Hochwasser. Schutzbauten an Drau und Lavant versprechen mehr Sicherheit.
„Jeder Tropfen Wasser, der in Kärnten zu Boden fällt, rinnt nach Lavamünd“, sagt Landesrat Daniel Fellner. „Das Szenario aus dem Jahr 2012 darf sich nicht mehr wiederholen. Bei jedem Unwetter blicken wir sorgenvoll dorthin.“ Für das nächste derartige Ereignis sei man in Lavamünd aber mittlerweile gerüstet. Fellner: „Es ist unglaublich, was hier geleistet wurde. So rasch wurde ein Schutzbau in dieser Größenordnung noch nie durchgeführt."
Stolze 23,7 Millionen
Im Jahr 2018 wurde das Bauprojekt gestartet, das 270 Bewohner und 75 Objekte schützen soll. „Es gab einige Probleme wie etwa die vielen Piloten, die für die Betonwand entlang des Flusses gebohrt werden mussten“, erzählt Bürgermeister Wolfgang Gallant. Das habe die Kosten von 18 Millionen auf stolze 23,7 Millionen ansteigen lassen.
Der Ausbau auf den 1,7 Kilometern entlang der Drau und der Lavant macht die Marktgemeinde zu einer Festung. Die Betonwände sind bis zu zweieinhalb Meter hoch. Dort wurde eine Spaziermeile angelegt - mit Abgängen zur Drau. Gallant: „Hier können wir mobile Wände einhängen, wenn der Wasserstand eine gefährliche Höhe erreicht.“
Nur noch kleinere Arbeiten
Die Ufer wurden abschnittsweise auch mit Glaselementen gesichert. Gallant: „Jetzt fehlen nur noch die letzten Arbeiten an Radweg und Spaziermeile. Die Landschaftsplaner werden dazu beitragen, dass Beton ausreichend überwachsen wird.“ Auch Toiletten würden noch installiert, und der einst verwüstete Spielplatz werde neu angelegt. Gallant: „Das Ziel ist in Sicht, es werden nur noch kleinere Arbeiten durchgeführt.“ Das Kriegerdenkmal erhielt nahe dem Flussspitz einen schönen Platz.
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