Gemeinsame Erlebnisse außerhalb des Klassenzimmers sollen den Alltag an Wiens Pflichtschulen bunter, positiver und vielfältiger machen. Ein Klassenbudget von 655 Euro und ein Angebot von über 200 Kursen sollen dafür sorgen, dass alle Kinder teilnehmen können, egal wie viel Geld ihre Eltern haben.
Vier Millionen Euro - 655 Euro pro Wiener Pflichtschulklasse - hat die Stadt nun für Aktivitäten abseits des verpflichtenden Schulstoffs reserviert. Klassen können aus über 200 Kursen, Ausflügen und Erlebnissen wählen. Von Erlebnispädagogik und Tanz über Naturexperimente bis hin zu Antimobbing- und anderen Workshops reicht das Programm, das unter dem Dach von „WienXtra“ als „bildungschancen.wien“ angeboten wird.
Angebot im Zeichen der Chancengleichheit
Vizebürgermeister und Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr sowie WienXtra-Geschäftsführer Vucko Schüchner wollen durch die Finanzspritze und die außerschulischen Bildungsangebote auch mehr Chancengleichheit an Wiens Schulen schaffen, da die Kosten für Schulveranstaltungen Kinder manchmal von den gemeinsamen Erlebnissen ausschließen. Nicht zuletzt würde damit auch der Schulalltag positiv gestaltet und so generell mehr Lust auf Schule machen, so Wiederkehr.
Schüchner betonte den Unterschied zu sonst üblichen Veranstaltungen außerhalb der Klassenräume: „Bisher stellten Kosten bei der Nutzung externer Angebote eine große Hürde dar. Nun wird diese abgebaut, indem die Kosten übernommen werden und dadurch noch mehr außerschulische Lernräume für alle geöffnet werden.“ Präsentiert wurde das Programm in der Mittelschule Pazmanitengasse. Deren Leiterin Gabriele Ernst meinte, gemeinsame Erlebnisse seien in der Schule immer ein Grund zur Freude: „Das schweißt auch zusammen und fördert die Gemeinschaft."
Die Einbettung in die vorhandenen Strukturen und die Erfahrung von WienXtra soll sicherstellen, dass nur seriöse und qualifizierte Angebote Teil des Angebots werden können. Bildungsdirektor Heinrich Himmer unterstreicht, von der Initiative würden alle profitieren: Schüler würden gefördert und könnte davor nicht gekannte Talente entfalten, die Klassengemeinschaft werde gestärkt und nicht zuletzt auch das Lehrpersonal entlastet.
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