Raoul Sch. wurde laut Polizei am 6. Juli in den frühen Morgenstunden ermordet, die Leiche anschließend zersägt und dann in die Spree und in einen See in Berlin geworfen. Die sterblichen Überreste waren in Müllsäcken und Koffern verstaut. Ein Fischer fand am 7. Juli die ersten Leichenteile.
Opfer war erst ein halbes Jahr lang in Berlin
Wie die Ermittlungen ergaben, war es in der Wohnung der Freundin (21) des Amerikaners in Berlin-Oberschöneweide zu der Bluttat gekommen. Der 29-Jährige gab nach seiner Festnahme als Motiv einen "Streit unter Betrunkenen" an. Sch. war erst ein halbes Jahr vor dem Mord von Wien nach Berlin-Pankow gezogen, er arbeitete in der deutschen Hauptstadt in Tattoo-Studios und in einem Szene-Restaurant.
Besonderes Mordmerkmal "Grausamkeit"
Laut "Bild"-Zeitung soll der Amerikaner, der aus New York stammt und ebenfalls Tätowierer ist, den Salzburger mit 50 Axt-Hieben getötet haben. In der Anklage wird offenbar auch deshalb als besonderes Mordmerkmal "Grausamkeit" angegeben. Der Tatverdächtige ist der Zeitung zufolge wegen zwölf Gewaltdelikten in den USA aktenkundig.
Gegen die Freundin des Tatverdächtigen wurde übrigens ebenfalls ermittelt: Die Frau wurde verdächtigt, nicht nur Leichenteile und Spuren beseitigt, sondern sich auch unmittelbar an der Tat beteiligt zu haben. Nun soll sie aber "nur" wegen Strafvereitelung angeklagt werden.
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