Trotz Herabstufung
Zinssatz für Frankreich-Anleihen nur leicht gestiegen
Die durchschnittliche Rendite für die 13-Wochen-Papiere stieg nur leicht von 0,165 auf 0,174 Prozent. Die Rendite für 24-Wochen-Papiere sank sogar von 0,28 auf rund 0,27 Prozent. Für 50-Wochen-Anleihen lockte der Staat die Anleger mit einem Zins von rund 0,45 Prozent, nach zuletzt etwa 0,41 Prozent. Alle Emissionen waren zwei- bis dreifach überzeichnet, das Interesse der Anleger war also größer als das Angebot.
Frankreich hatte jüngst seine Top-Bonität "AAA" bei der Ratingagentur Standard & Poor's verloren und will mit harschen Reformen das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen.
In der Schuldenkrise gelten derzeit die deutschen Staatsanleihen als sicherster Hafen für Investoren, die dafür auch niedrige Zinsen in Kauf nehmen. Deutschland lieh sich am Montag fast zum Nulltarif Geld. Die für das Schuldenmanagement zuständige Finanzagentur sammelte 2,54 Milliarden Euro ein und musste Investoren für Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zwölf Monaten nur eine durchschnittliche Rendite von 0,07 Prozent bieten.
Jüngst hatte Deutschland bei einer Emission sogar von einer negativen Rendite profitiert. Das bedeutet, dass die Investoren in Kauf nehmen, dass sie nach Ende der Laufzeit geringfügig weniger Geld ausgeschüttet bekommen, als sie angelegt haben.







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