Albrecht ist im laufenden Winter noch ohne Weltcup-Punkt, in den bisher fünf Riesentorläufen war er zweimal zu langsam für den zweiten Durchgang, in den restlichen drei schied er jeweils im ersten Lauf aus. Das führt dazu, dass Albrecht in der Weltrangliste immer weiter abstürzt und mit immer schlechteren Startnummern in die Rennen gehen muss. Mittlerweile ist Albrecht aus den Top 30 geflogen, in der Riesentorlauf-Weltrangliste wird er auf Platz 39 geführt.
Am 22. Jänner 2009 ist Albrecht im Abfahrts-Training in Kitzbühel schwer gestürzt und lag danach mit einem Schädel-Hirn-Trauma dreieinhalb Wochen im Koma. Bei den ersten Rückkehrversuchen erhielt Albrecht vom Verband eine Sonderbetreuung, im Winter 2010/11 war seine Startnummer noch durch den Verletzten-Status geschützt gewesen und er konnte sich die Renneinsätze gezielt aussuchen. Mittlerweile ist Albrecht wieder ein Athlet wie jeder andere und wird auch so behandelt.
Rauswurf aus dem Nationalteam-Kader droht
Deshalb droht Albrecht auch der Rauswurf aus dem Schweizer Nationalteam-Kader. "Wenn ich wieder ganz nach vorne will, dürfen für mich auch hohe Startnummern kein großes Problem sein. Ich muss geduldig sein", hatte Albrecht noch im November 2011 gemeint. Mittlerweile schaut die Lage anders aus. "Es ist eine erzwungene Geduld", gestand Albrecht, der vom Steirer Sepp Brunner trainiert wird.
Der Super-Kombinations-Weltmeister 2007 könnte sich via Europacup und FIS-Rennen Punkte und Selbstvertrauen holen. "Aber dort fahren sie auch verdammt schnell", meinte Albrecht. Ob er nach Wengen reisen und dort in der Super-Kombination starten wird, ist noch offen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.