19.05.2005 16:00 |

Gieriger Fiskus

Steuern: Österreich weltweit auf Rang sechs

Als österreichischer Steuerzahler braucht man eine dicke Haut: Wie das US-Wirtschaftsmagazin Forbes nun erhoben hat, darf sich Finanzminister Karl-Heinz Grasser im weltweiten Vergleich über den sechsthöchsten Steuersatz überhaupt freuen. Nur Franzosen, Chinesen, Belgier, Schweden und Italiener müssen noch mehr Geld an den Fiskus abtreten.

Die vom Forbes-Magazin unter dem bezeichnenden Namen "Tax Misery Index" zusammengefassten Ergebnisse der weltweiten Studie weist Österreich erneut als Hochsteuerland aus. Österreich ist unter den Top Ten, die eigentlich die "Worst Ten" heißen müssten.

Österreich auf Platz sechs
In Europa streichen nur die Finanzminister von Frankreich, Belgien, Schweden und Italien mehr Geld ein, China liegt auf dem zweiten Platz. Österreich ist Sechster und verdrängt Polen, Spanien, Argentinien, Griechenland, Finnland, Slowenien, Norwegen und die Niederlande auf die weiteren Ränge.

Für die Untersuchung wurden Unternehmens-, Vermögens-, Einkommens- und Umsatzsteuer (inklusive Sozialversicherungsabgaben) der Länder verglichen.

43 Prozent Abgabenquote
Ein zweites Ranking hat Forbes auch erhoben und zwar jenes, das die Gesamtsteuerbelastung (gemessen am Bruttoinlandsprodukt) der Länder untereinander vergleicht. Auch hier landete Österreich mit Platz acht im absoluten Spitzenfeld: Insgesamt muss der Durchschnittsösterreicher fast 43 Prozent seines Einkommens abtreten.

Schuss ins eigene Knie?
Was für den Finanzminister gut ist, könnte sich für die allgemeine wirtschaftliche Lage unseres Landes als Schuss ins eigene Knie erweisen. Forbes weist nämlich darauf hin, dass Betriebsansiedelungen durch derart hohe Abgabequoten erschwert würden...