Ohne geht's nicht
Der Nachttisch: Heimlicher Star im Schlafzimmer
Ob er in jedem Fall auch wirklich stylish ist, mag dahingestellt bleiben – praktisch und für ein bequemes Alltagsleben unverzichtbar ist er allemal: Ganz erstaunlich, was auch auf dem kleinsten Nachttisch im Notfall so alles Platz findet. Leselampe, Einschlafkrimi, Gute-Nacht-Teetasse, süßes Betthupferl sowie Wecker und Handcreme können sich hier – mehr oder weniger ordentlich – auf kleinstem Raum stapeln. Übrigens: Ein kurzer Blick auf den Nachttisch lässt ziemlich rasch auf Wesen und Vorlieben des Schlafzimmer-Bewohners schließen. Denn rund ums Bett wird tatsächlich nur das aufgestapelt, was man zum individuellen Wohlfühlen braucht.
Ein Neuer muss her!
Vom Stiefkind zum Liebkind der Möbeldesigner - so kann man die Blitzkarriere des Nachttisches treffend beschreiben. Wobei nicht nur der praktische Nutzen im nächtlichen Alltagsleben im Vordergrund steht, sondern auch Stil-Aspekte. Das gesamte Schlafzimmer, so die ziemlich einhellige Meinung der Wohnexperten, wird optisch entscheidend durch das mehr oder weniger kleine „Ding“ neben dem Bett geprägt. Kaum eine Möbel-Designlinie, die daher heute nicht auch die passenden Nachttische, manchmal gleich in unterschiedlichen Ausführungen, zum Bett mit anbietet.
Möchte man dieses Angebot nicht nutzen oder soll der alte Nachttisch gegen einen neuen ausgetauscht werden, so gilt es bei der Auswahl folgende Punkte zu berücksichtigen: Wie viel Platz benötigt man tatsächlich für seine "Nacht-Utensilien"? Wären mehrere Laden praktisch oder reicht auch ein Zwischenregal? Welche Rolle spielt der neue Nachttisch, schon aufgrund seiner Positionierung, im Einrichtungskonzept (Blickfang – oder eher versteckt)? Wie reiht er sich in puncto Farbe und Stil im Schlafzimmer ein, zu Bett, Vorhängen etc.?
Tipp: Farblich muss der neue Nachttisch jedenfalls mit dem Bettrahmen harmonieren. Bevorzugt man Kontraste (z.B. Holzbett und Aluminium-Nachttisch), empfehlen Wohn-Experten vor dem Kauf erst einmal - so weit dies möglich ist - einen Probelauf einzuplanen (oder sich zumindest ein Umtauschrecht zu sichern). Auch die Leselampe, die nicht fehlen darf, sollte stilistisch zu Bett und Tisch passen.
Für alle (Platz-)Fälle
Nicht jeder verfügt über ein großzügiges Schlafzimmer, in dem sich neben geräumig-gemütlichem Bett, Kleiderschrank und Co. auch noch ein herkömmlicher Nachttisch locker ausgeht.
Hier heißt es also improvisieren, denn einen Ablageplatz neben dem Bett braucht man schon aus Sicherheitsgründen (Licht!) in jedem Fall.
Fernab jeder Einrichtungsphilosophie eignen sich als Improvisations-Nachtische mit ein wenig Fantasie viele Gegenstände des täglichen Lebens.
Als stylishe, durchaus gewollte Kult-Notfalllösung erlangte Carries einfacher Sessel als Ablageplatz neben dem Bett in "Sex and the City" Bekanntheit. Die Herausforderung liegt hier allerdings darin, dass der Sessel bequemerweise mit der Betthöhe in etwa übereinstimmen sollte und ebenfalls nicht zu viel Platz wegnehmen darf.
Tipp: Den Sessel einfach (bei geeigneter Lehne) an die Wand hängen! Diese Wand-Hängelösung klappt übrigens auch mit umgedrehten Billig-Holz-Zeitungsständern in passendem Design.
Wer für solche Wand-Spielereien nichts übrig hat, ist mit der Anbringung eines schlichten Holz- oder Glas-Regals gut beraten.
Weitere für Improvisations-Nachttische taugliche Gegenstände sind z.B. Tee- oder alte Holzkisten (innen oder außen mit Farb-Lack oder Tapeten verschönert), umgedrehte Rattan-Wäschesammler, Kinderstühle, diverses Verpackungsmaterial wie etwa feste Schuhkartons etc.
Wohn-Individualisten mögen es selbst gemacht
Bei kaum einem anderen Möbelstück können sich begeisterte Heimwerker und Bastel-Fans so austoben wie beim Nachttisch. Denn der Selbstbau stellt auch für ungeübtere Do-it-yourself-Fans keine allzu große Herausforderung dar.
In Baumärkten, aber auch im Internet findet man zahlreiche einfache Anleitungen, inklusive kleiner Zusatz-Tricks, die das Stück edel und teuer wirken lassen (z.B. Granit-Steine als Ladenknöpfe).
Einmal eine ganz andere Idee für alle, die wirklich etwas Ausgefallenes wollen: Ziegelsteine aufbauen und dann entweder eine (schwerere) Glasplatte oder Holzbretter daraufsetzen.
Tipps: Die Glasplatte bzw. Holzbretter rutschfest befestigen und getöntes Glas verwenden. Die Holzbretter können auch mit Stoff tapeziert werden – Achtung aber auf Fleckenanfälligkeit!







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