Die Rodung von etwa einem Dutzend gesunder Bäume und Sträucher vor der landwirtschaftlichen Schule ist für Zwettls Grüne ein rotes Tuch. Auch wenn der Parkplatz nur verlegt werden soll: „Daneben sind die Stellflächen für das Fußballstadion“, kritisiert Silvia Moser von den Grünen.
Gerade in Zeiten wie diesen sei das nicht nötig, treibt Landtagsabgeordnete und Stadträtin Silvia Moser (Grüne) das Vorgehen der landwirtschaftlichen Fachschule Edelhof bei Zwettl auf die Barrikaden. Denn knapp vor dem Wochenende, bei dem 150 Jahre Schule und 120 Jahre Saatzucht gefeiert werden, wurden nun auf einer Wiese hinter dem Schulareal etwa zwölf gesunde Bäume und Sträucher gerodet, um dort einen neuen Parkplatz zu errichten.
Schule soll Vorbild sein
„Es kann doch nicht sein, dass man genau bei einer landwirtschaftliche Fachschule, bei der Ökologie eine maßgebliche Rolle spielt, zusätzliche Flächen für einen Parkplatz versiegelt. Und das auch noch in einer absoluten Nacht- und Nebelaktion! Gerade hier muss man als Vorbild vorangehen“, kritisiert Moser scharf. Jeder würde heute von Flächenfraß sprechen, aber niemand notwendige Konsequenzen ziehen, beklagt die Abgeordnete das „schändliche Vorgehen“.
Neben der gerodeten Wiese befindet sich die Parkplätze für das Fußballstadion. Da muss man Synergien nutzen!
Silvia Moser, Landtagsabgeordnete
Flächen werden nur getauscht
Konfrontiert mit der Kritik betont Schuldirektorin Michaela Bauer-Windischhofer, dass der Parkplatz nur verlegt werde: „Im Eingangsbereich, wo sich derzeit die Parkplätze befinden, sollen dafür Grün- und Gartenflächen entstehen. Die Verlegung bringt auch mehr Sicherheit.“ Rund 450 Personen wirken am Edelhof mit, man hätte die benötigte Zahl an Parkflächen bereits im Vorfeld nach unten korrigiert, entgegnet die Direktorin der Kritik.
Gleich daneben gibt es bereits Stellflächen
Für Moser bleibt es trotzdem ein handfester Skandal, weil sich vier Meter daneben die Parkplätze des Fußballstadions befinden. „Das ist ein Vorgehen, wie vor Zig-Jahren. Die gerodete Wiese befindet sich genauso auf öffentlichem Grund, wie der Fußballparkplatz. Warum nutzt man hier nicht vernünftige Synergien?“ Immerhin würde die Schule die Parkplätze zu gänzlich anderen Zeiten benötigen als der Sportverein.
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