09.05.2005 12:32 |

Jetzt ist der Ofen aus

Gefängnisrevolte mit Pizza beendet

Unblutig, dafür aber mit doppelt Käse, ging jetzt in Australien eine Gefängnisrevolte zu Ende: Die Insassen hatten einen Gefängniswärter als Geisel genommen und forderten bessere Behandlung und Haftbedingungen. Die Verhandlungen wurden auf beiden Seiten mit äußerster Härte geführt – bis man sich auf eine Ladung Pizzas einigte.

Die Liste der Forderungen, die die rund 20 Insassen des Risdon-Hochsicherheitsgefängnisses im tasmanischen Robart stellten, umfasste ursprünglich 24 Punkte. Doch keine der Forderungen war der rebellischen Gruppe scheinbar so wichtig wie eine heiße Pizza. 15 Stück ließen sich die aufständischen Knackis liefern, dann ließen sie den festgehaltenen Gefängniswärter gehen.

Im Risdon-Gefängnis in Robart ist unter anderem Martin Bryant inhaftiert, der im Jahr 1996 für das schlimmste australische Massaker der Gegenwart verantwortlich war: er hatte damals in Port Arthur 35 Personen erschossen.

Foto: Symbolbild