Sicherheit, Schutz, Beratung und Betreuung bieten Schutzunterkünfte wie Frauenhäuser und Übergangswohnungen für all jene Frauen, die von Gewalt betroffen sind, sowie deren Kinder. Diese Woche haben der Bund und die Länder eine Vereinbarung über Schutzunterkünfte und Begleitmaßnahmen getroffen.
So werden österreichweit insgesamt zwölf Millionen Euro für den Ausbau und Erhalt von Frauen- und Kinderplätzen sowie für Beratungs- und Betreuungsleistungen insbesondere in Übergangswohnungen zur Verfügung gestellt. Tirol erhält mit rund 8,5 Prozent des Bundeszuschusses ein Gesamtbudget von rund einer Million Euro. Mit diesem sollen bis zum Jahr 2027 sieben neue Frauenplätze mit mindestens je einem Kinderplatz in Tirol neu ausgebaut werden.
Die Vereinbarung sieht auch die Einrichtung einer bundesweiten Steuerungsgruppe zum Austausch der Länder vor.
In einer heuer veröffentlichten Studie des Bundeskanzleramts gaben 34 Prozent aller befragten Frauen an, im Laufe ihres Lebens bereits Opfer einer Form von körperlicher und/oder sexualisierter Gewalt geworden zu sein.

Eva Pawlata
Foto: Birbaumer Christof
„Wesentliche Säulen des Gewaltschutzes“
„Gewalt kann und darf nie die Antwort sein. Schutzunterkünfte sind wesentliche Säulen des Gewaltschutzes und der Gewaltprävention. Erst im März dieses Jahres haben wir beschlossen, 2,2 Millionen Euro für Frauenschutz- und Frauenberatungseinrichtungen zur Verfügung zu stellen. Mit dem zusätzlichen Zuschuss des Bundes können wir das bereits bestehende umfassende Schutznetz weiter ausbauen“, sagt Tirols Landeshauptmann Anton Mattle.
Frauenlandesrätin Eva Pawlata führt ergänzt: „In einer heuer veröffentlichten Studie des Bundeskanzleramts gaben 34 Prozent aller befragten Frauen an, im Laufe ihres Lebens bereits Opfer einer Form von körperlicher und/oder sexualisierter Gewalt geworden zu sein. Im Hinblick auf Partnerschaftsgewalt waren es 16 Prozent. Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt ist also mehr als real und etwas, das uns alle angeht.“










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