Drei Patienten tot

So dramatisch lief der Einsatz im Spital Mödling

Niederösterreich
30.05.2023 11:43

Nach dem verheerenden Brand im Krankenhaus Mödling, bei dem drei Männer ums Leben kamen, ist noch immer unklar, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Insgesamt wurden 90 Personen aus dem Spital gebracht und in andere Krankenhäuser verlegt.

Drei Männer (75, 78 und 81), die sich zu dem Zeitpunkt im brennenden Vierbettzimmer auf der Station für Innere Medizin befunden hatten, starben durch die Flammen. Für sie kam jede Hilfe zu spät. Eine Person befand sich zu dem Zeitpunkt glücklicherweise nicht im Zimmer.

Nachdem massiver Rauch aus einem Fenster des Spitals wahrgenommen wurde, wurden sofort die Einsatzkräfte alarmiert. Der gefährliche Löscheinsatz mit zehn Feuerwehren dauerte insgesamt zwei Stunden. Mit Atemschutzmasken wurde das Feuer vollständig gelöscht. 173 Einsatzkräfte waren vor Ort.

20 Personen aus Station gerettet
Die Einsatzkräfte sprechen von einer schnellen und funktionierenden Rettungskette. Alle Pflegekräfte, Einsatzkräfte und Patienten hatten sich gegenseitig geholfen. Aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich mussten insgesamt 20 Personen gerettet werden. Nur eine Person musste anschließend durch das Feuer leicht verletzt behandelt werden.

Insgesamt wurden vier Stationen evakuiert. Die Notfallversorgung konnte während des Einsatzes aufrechterhalten bleiben. Auch die Geburtsstation und Kinderambulanz blieb weiterhin aufrecht. Allerdings musste die OP-Zone gesperrt werden. In den nächsten Stunden sollen weitere Öffnungen von Stationen folgen.

Einsatz dauerte zwei Stunden
„Stationsschwestern haben Übermenschliches geleistet“, so die Spitalsleitung Mödling. Nach rund 20 Minuten waren alle Patienten aus dem Spital befreit. Die Patienten wurden passend in andere Spitäler verteilt. Zwei Stunden nach dem dramatischen Ereignis war im Spital wieder Ruhe eingekehrt. Nach der Evakuierung wurde eine Krisenhotline für Angehörige eingerichtet.

Margarete K. hat den Feueralarm hautnah miterlebt. (Bild: Reinhard Judt)
Margarete K. hat den Feueralarm hautnah miterlebt.

„Krankenschwestern waren höchst nervös“
Patientin Margarete K. (77) aus Mödling erzählt von ihrem Erlebnis: „Ich habe Rauchgeruch wahrgenommen, aber was soll ich tun, löschen kann ich ja nicht. Ich hatte aber eigentlich keine Angst, nur die Krankenschwestern waren höchst nervös.“ Sie kann noch am Dienstag aber zum Glück das Krankenhaus verlassen.

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