'Neidfaktor ist hoch'

Matthäus fühlt sich in Deutschland zu wenig geschätzt

Fußball
08.11.2011 09:41
Lothar Matthäus hat sein Ziel, als Trainer in Deutschland zu arbeiten, fast abgehakt. "Ich weiß, dass meine Chancen, in Deutschland einen Job zu bekommen, bei fünf Prozent liegen", sagte der 50-Jährige. Ausschlaggebend dafür seien "meine Privatgeschichten, die viel zu sehr mit dem Sport vermischt werden". Er wünsche sich, vom DFB diesbezüglich mehr geschützt zu werden.

Ein weiterer Grund für seine geringe Popularität in Deutschland sei, "dass mich die Menschen noch immer mit dem FC Bayern verbinden. Da ist der Neidfaktor hoch. Bayern hat mir in dieser Hinsicht geschadet."

Zuletzt hatte Matthäus ein Jahr Bulgariens Nationalteam betreut, ehe er nach der klar verpassten EM-Qualifikation im Oktober entlassen wurde. Zuvor war er auch in Österreich auf der Betreuerbank gesessen. Sein Trainer-Debüt bei Rapid von September 2001 bis Mai 2002 ist ebenso als erfolglos zu betrachten wie sein Engagement als Co-Trainer von Salzburg von Mai 2006 bis Juni 2007.

Vom DFB enttäuscht
In Deutschland werde mit seinem Namen immer wieder "Schindluder" getrieben, so Matthäus. Zuletzt beim Karlsruher SC, wo der Klub-Präsident mit Deutschlands Rekordinternationalem angeblich ein doppeltes Spiel gespielt hat. "Ich würde mir wünschen, dass der DFB in Person von Herrn Zwanziger oder Herrn Niersbach mal einen Rekordnationalspieler schützt und diese Leute in der Öffentlichkeit zurechtweist. Dass man den einzigen Weltfußballer, den Deutschland hatte, mal außen vorlässt", urgierte Matthäus.

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