Die 14 Seilbahnen in Kärnten starten in eine lange Saison von 180 Tagen. Im Vorjahr wurden 1,1 Millionen Gäste auf heimische Almen transportiert. Sonne und Wind sollen Anlagen verstärkt mit grünem Strom versorgen.
Auf 14 Kärntner Sommerbergbahnen wartet heuer eine lange, abwechslungsreiche Saison von 180 Tagen. Die Bergbahnen am Weißensee und auf der Petzen haben schon den Betrieb aufgenommen.
Tragende Säule im Tourismus
Bis Ende Juni geht es überall los. Mit 1,1 Millionen Sommergästen bildeten die Seilbahnen im Vorjahr eine tragende Säule im Tourismus. Und sie sind auch ein wichtiger Arbeitgeber. Rund 1500 Mitarbeiter sind bei den Bergbahnen beschäftigt.
„Die Gäste kommen, weil sie eine andere Welt am Berg genießen können“, sagt Manuel Kapeller-Hopfgartner von der Gerlitzen. Die frische, klare Bergluft fernab der Hitze im Tal ziehe die Touristen an. „Bergbahnen sind die nachhaltigste Möglichkeit, um bequem, schnell und einfach hinauf auf unsere Berge zu gelangen. Das schätzen und lieben unsere Gäste - Einheimische wie Urlauber. Es sind unsere Erlebnisangebote, die Berge interessant machen.“
Nachhaltigkeit auch in der Energieversorgung
Die Betreiber wollen verstärkt auf Nachhaltigkeit setzen, vor allem bei der Energieversorgung, die deutlich teurer geworden ist. Diese könnte über Windräder und Photovoltaikanlagen erfolgen. „Dafür müsste die Politik aber die Rahmenbedingungen schaffen, damit Projekte in den Skigebieten nicht endlos verzögert werden“, heißt es.
Die Preiserhöhung war gering, die 14 Bergbahnen bieten bis November einen tollen nachhaltigen Berg-Genuss - mit wohltuender Bergluft, traumhaftem Panorama, Bike-Trails, Kulinarik und schönen Familienerlebnissen.
Manuel Kapeller-Hopfgartner, Obmann Seilbahnen, WK Kärnten
Neben den Wanderern nehmen die Mountainbiker immer mehr Platz auf den Almen ein. Bad Kleinkirchheim, Nassfeld, Petzen, Turrach und Weißensee bieten insgesamt 50 Kilometer Flow Trails und Hunderte Kilometer Bike-Strecken an. „Die Bikerouten müssen familienfreundlich sein“, weiß Pionier Hubert Ramskogler.
70 Prozent der Gäste sind Wanderer. „Wir wollen kein Disneyland, bieten die wohltuende, gesunde Bergluft mit dem traumhaften Panorama an“, sagt Hopfgartner-Kapeller. „Am Goldeck wird sogar eine Sonnenaufgangsfahrt mit Frühstück angeboten“, meint Stefanie Hopfgartner.
Mehr als zwei Drittel ihres Geschäfts machen die Bergbahnen freilich nach wie vor im Winter.
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