Wieder wohlfühlen

Schluss mit Zugluft: So machst du deine Fenster winterfit

Wohnkrone News
21.10.2011 13:44
Langsam, aber sicher wird es ungemütlich kalt und wir verbringen die meiste Zeit in geschlossenen Räumen. Wie wohl wir uns dort fühlen, wird nicht zuletzt von der Qualität der Fenster beeinflusst. Allerhöchste Zeit also für alle, die ihr Heim jetzt noch "winterfit" machen wollen. Aber: Spontane und überstürzte Entscheidungen für neue Fenstersysteme sollten unbedingt vermieden werden.

Draußen pfeift der kalte Wind, in der hoffentlich gemütlich-warmen Stube ist Relaxen pur angesagt. Richtiges Wohlfühlen kommt aber nicht auf, wenn unnötig hohe Heizkosten durch veralterte Fenster das Haushaltsbudget belasten oder ungesunde und ständige Zugluft das körperliche und seelische Wohlempfinden stört.

Alles eine Frage des Raumklimas
Ob man sich in einem Raum wohlfühlt oder nicht, wird im Wesentlichen von vier Faktoren bestimmt. Diese großen "vier Raumklima-Gestalter" sind die Lufttemperatur, die Temperatur der umgebenden Bauteile (Boden, Wand, Decke und Fenster), die Luftfeuchtigkeit und die Luftbewegung im Raum.

Veralterte Fenstersysteme bringen mit sich, dass es dauernd "zieht". Diese Zugluft ist im Herbst und Winter gleich aus mehreren Gründen unerwünscht. Zum einen ist Luft zwar ein schlechter Wärmeleiter, aber bewegte Luft kann dennoch Wärmeenergie mitnehmen. Laut "die umweltberatung" können die Energieverluste pro Quadratmeter undichter Altfenster bis zu fünfmal höher sein als die Energieverluste der Außenmauern. Die finanzielle Folge alter Fenster daher: erheblich höhere Heizkosten.

Ganz abgesehen von der finanziellen Seite beeinträchtigt Zugluft aber auch das körperliche Wohlbefinden. Untersuchungen zeigen zum Beispiel, dass Menschen selbst bei angenehmen 22 Grad Raumtemperatur bei gleichzeitiger konstanter Zugluft frieren können.

Zusätzlich verschlechtert Zugluft ganz allgemein die Qualität des Raumklimas und kann auch für eine Reihe von gesundheitlichen Beschwerden verantwortlich sein (z.B. Nacken- und Rückenschmerzen, Erkältungssymptome etc.).

Neue Fenster – und worauf man achten muss
Zweifellos können die modernen Fenstersysteme eine ganze Menge: Als wahre Hightech-Produkte sorgen sie mit Doppel- oder sogar Dreifachverglasung inklusive weiterentwickelter Glasmaterialien und bis zu dreimal umlaufenden Dichtungen für eine unmittelbar wirksame Energieeinsparung und daher mitunter drastisch verringerte Heizkosten. Auch die lästige Zugluft gehört mit solchen Fenstern endgültig der Vergangenheit an.

Gesagt werden muss aber auch, dass diese hohe Luftdichtige auch Nachteile mit sich bringt: So kann vor allem der Wasserdampf das Haus bei geschlossenen Fenstern nicht mehr verlassen (Schimmel!) und wer eine Gastherme/-heizung besitzt, muss dafür Sorge tragen, dass ausreichend frische Luft für einen reibungslosen Betrieb zur Verfügung steht.

Tipp: Bei neuen Fenstern bewusst regelmäßig und mehrmals täglich für einige Minuten bei vollkommen geöffneten Fenstern lüften oder mit einer Lüftungsanlage für stets ausreichend frische Luft sorgen.

Hilfe für die Fensterauswahl
Auch wenn sie meist gefördert werden: Alles in allem sind neue Fenster nicht gerade eine billige Sache. Daher sollte man sich unbedingt Zeit für eine ausreichende Vorab-Information und für die Entscheidung selbst nehmen. Einige Tipps:

  • Beratungsgespräche: Mit mehreren Anbietern Termine vereinbaren. Am besten eine kurze Liste mit den wesentlichen Punkten (Fensterrahmen-Material? Gewünschte Farbe? Design?) sowie Pläne und (falls vorhanden) Energieausweis mitnehmen. Auch der energietechnische Zustand der übrigen Bauteile (insbesondere der Außenwände) spielt bei der Entscheidung eine Rolle. 
  • Angebote: Nicht nur der Preis selbst, auch das "Rundherum" (Zusatz- und Planungsleistungen, laufender Service etc.) berücksichtigen. 
  • Förderungen: Gute Anbieter beraten auch über sämtliche aktuell laufenden Förderungen.

"Erste-Hilfe"-Tipps für alte Fenster
Selbst wenn sich die Investition in neue Fenster mittelfristig rechnet und Sinn macht – nicht jeder hat auch unmittelbar das nötige Geld für die Anschaffung neuer Fenstersysteme parat. Wer also den Tausch der alten Fenster noch aufschieben will oder muss, der kann mit einigen relativ einfachen Maßnahmen zumindest für Besserung sorgen:

  • Fenster dichten: Bei alten Fenstern gibt es meist keine Dichtung zwischen dem Rahmen. Hier kann zwischen Rahmen und Zarge ein spezielles Dichtungsband (im Baumarkt erhältlich) angebracht werden. Wichtig: Es lohnt sich, für das Dichten ausreichend Zeit einzuplanen und besonders sorgfältig zu arbeiten. Motto: Je exakter die Dichtung aufgeklebt wird, desto besser das Ergebnis. Heimwerker-Tipp: Ist die Spalt-Variation sehr hoch, so können Heimwerker auch eine dünne Leiste rund um den Fensterflügel anbringen, die Dichtung wird dann auf diese Leiste geklebt. 
  • Fensterfolien: Spezielle Fensterfolien sind bei Experten im Hinblick auf die Ergebnisse nicht unumstritten. Bei alten Fenstern, die nur über eine Scheibe verfügen, sollen diese Folien sozusagen als zweite Scheibe dienen. Beim Aufkleben der Folien sind einige wichtige Punkte (je nach Herstellerangabe) zu beachten, durchaus auch im Hinblick auf die spätere Optik. Am besten vorab, z.B. im Baumarkt, Beratung einholen und sich auch nach Kundenerfahrungen erkundigen (eventuell auch im Internet). 
  • Der "Vorhang"-Trick: Bei Energie-Experten nicht gerade beliebt, weil er das Problem selbst (die alten Fenster) ja in keiner Weise löst, kann er doch zu etwas mehr Gemütlichkeit und Verringerung kalter Zugluft beitragen: Alte Fenster in der kalten Jahreszeit mit etwas dickeren (Baumwoll-)Vorhangsstoffen "zudecken". Vorhangstangen für Schlaufen-Vorhänge sind kostengünstig erhältlich und einfach zu montieren (auf das Gewicht der vorgesehenen Vorhänge achten!). 
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