Die Neunkirchnerin Beate Steiner tauscht ihren Spitalskittel privat gerne gegen den Rennanzug. Seit fast 20 Jahren betreibt sie nämlich Motorsport.
Beruflich ist die Neunkirchnerin Beate Steiner für ihre einfühlsame Art bekannt. Die 41-Jährige ist Stationsleiterin in der Bettenstation 2 der Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin im Landesklinikum Neunkirchen und der Tageskliniken Neunkirchen und Wiener Neustadt. „Ich helfe Menschen gerne und setze mich besonders für jene ein, die von der Gesellschaft benachteiligt werden. Das betrifft besonders die Stigmatisierung von psychischen Erkrankungen“, erzählt die Krankenpflegerin.
„Jagd nach Adrenalin“
Abseits des Spitals liebt Steiner aber den Wettbewerb. Seit mittlerweile fast 20 Jahren betreibt sie - aufgewachsen in einer Motorsport-begeisterten Familie - nämlich selbst aktiv Rennsport. „Wenn man hinter dem Lenkrad sitzt, dann denkt man nicht über andere Stressfaktoren oder über sein Leben allgemein nach. Es entsteht eine Einheit zwischen Mensch und Fahrzeug, es ist eine Jagd nach Adrenalin, man verlässt die eigene Komfortzone“, beschreibt sie die Faszination. Nach einigen Erfolgen wie dem Vizestaatsmeistertitel kehrte sie ihrer ursprünglichen Paradedisziplin, dem Autoslalom, den Rücken und konzentriert sich mittlerweile hauptsächlich auf Bergrallyes.
Die eigenen Grenzen
Zwölfmal pro Saison ist sie im Schnitt im Renneinsatz. Heuer verzögerte sich aber der Saisonstart durch die Verschiebung der „Bergrallye Gasen“. „Man lernt die eigenen Grenzen immer wieder neu kennen“, weiß Steiner, die auch Parallelen zu ihrem Brotberuf erkennt: „Man darf kein ängstlicher Mensch sein und sollte mit Herausforderungen umgehen können.“
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