Rugby oder Militär

Aufregung um Biden-Versprecher in Irland

Ausland
13.04.2023 20:22

US-Präsident Joe Biden weilt derzeit in Irland und nimmt sich für die Reise entsprechend Zeit. In Nordirland war er hingegen nur kurz, was bei manchen Briten auf Unverständnis stößt. Am Donnerstag sorgte zudem ein Versprecher von Biden für Ärger.

Er hatte die Rugby-Nationalmannschaft Neuseelands „All Blacks“ mit einer paramilitärischen britischen Einheit im irischen Unabhängigkeitskrieg, den „Black and Tans“, verwechselt. Dies wurde ihm gleich als Parteilichkeit ausgelegt. Bereits zuvor sorgte der starke Fokus des US-Präsidenten auf Irland für Irritationen. Er bekam Vorwürfe, anti-britisch zu sein, weshalb ihn eine Regierungsvertreterin verteidigte. Selbst der britische Premierminister, Rishi Sunak, sah sich gezwungen zu betonen, dass Großbritannien eine sehr enge Beziehung mit den USA habe.

„Hälfte in Großbritannien geschlafen“
Ein Journalist der „Daily Mail“ klagte, Biden habe nur 15 Stunden im Vereinigten Königreich verbracht und „die Hälfte davon hat er geschlafen“. Biden hatte Belfast besucht, dort den britischen Premier getroffen sowie eine Rede zum 25. Jahrestag des Karfreitagsabkommens gehalten. Direkt im Anschluss reiste er nach Irland. In der Hauptstadt Dublin traf er bereits Präsident Michael D. Higgings und Premierminister Leo Varadkar. Bei den Gesprächen sollten sowohl der Krieg in der Ukraine als auch der Friedensprozess in Nordirland eine Rolle spielen.

„Es ist eine Ehre, nach Hause zu kommen in die Heimat meiner Vorfahren“, sagte Biden in Dublin. Am Mittwoch hatte er in Dundalk im Nordosten Irlands, von wo Vorfahren vom ihm stammen, in der Innenstadt Hände geschüttelt, Selfies mit Einwohnerinnen sowie Einwohnern gemacht und in einem Pub gesprochen. Diverse Vorfahren des katholischen US-Präsidenten stammen aus Irland - einige etwa aus dem County Louth im Nordosten, wo Biden am Mittwoch seinen ersten längeren Stopp einlegte. Bei der Reise wird er unter anderem von seinem Sohn Hunter und seiner Schwester Valerie begleitet.

Mit Enthusiasmus empfangen
Er nahm sich unter anderem Zeit für das Besichtigen einer Burg, für Spaziergänge durch die Innenstadt und Besuche in Pubs sowie einem Imbiss. Die Bewohnerinnen und Bewohner empfingen ihn mit viel Enthusiasmus. Schaulustige säumten mit irischen und amerikanischen Fähnchen die Straßen. Einwohnerinnen und Einwohner der Orte, die Biden besuchte, hatten gebacken, dekoriert, ihre Läden auf Vordermann gebracht - alles in der Hoffnung auf einen kurzen Stopp des Präsidenten und einen Plausch mit ihm. Seine Sprecherin Karine Jean-Pierre sagte am Donnerstag, der Präsident habe „die Zeit seines Lebens“ gehabt.

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