Neue Konzernstruktur

Telekom Austria wird aufgeteilt, neuer Chef kommt

Wirtschaft
06.02.2023 19:55

Die Eigentümer des Telefonriesen haben eine neue Struktur beschlossen: Die rund 12.000 Funkmasten kommen in eine eigene Gesellschaft, die ausgegliedert wird. Der Syndikatsvertrag mit Mehrheitseigentümer América Móvil wurde bis 2033 verlängert. Dieser wird aber ab Herbst den Vorstandschef stellen.

Die Telekom Austria (TA) bekommt eine neue Struktur. Darauf haben sich Mehrheitseigentümer América Móvil (51%) und die ÖBAG (28,4%) geeinigt und den Syndikatsvertrag, der demnächst ausgelaufen wäre, bis 2033 verlängert. Er garantiert z. B. den Verbleib der Konzernzentrale in Österreich.

Doch es kommt zu einer Aufteilung: Die rund 12.000 Funktürme (Weißrussland ist wegen der Sanktionen ausgenommen), davon mehr als die Hälfte in Österreich, werden in eine eigene Gesellschaft abgespalten und künftig parallel zur TA an der Börse notieren. Damit folgt man dem internationalen Trend. Denn solange die Masten zu A1 gehören, weigern sich andere Anbieter, sich dort einzumieten.

Künftig will man dadurch auch andere Kunden gewinnen. Die Eigentümer dieser „Turm-Company“ bleiben allerdings dieselben wie bei der TA, die dann an die neue Gesellschaft eine „Miete“ für die Verwendung zahlt. Einen möglichen Verkauf der Funktürme an Finanzinvestoren haben ÖBAG-Chefin Edith Hlawati und auch Finanzminister Magnus Brunner vehement abgelehnt.

Das Telefon-Business mit rund 22 Millionen Kunden in sieben Ländern bleibt das Hauptgeschäft der A1 Telekom Austria Group (zuletzt 4,7 Mrd. € Umsatz mit 18.000 Mitarbeitern). Man will in Österreich eine Milliarde Euro in den Ausbau des Hochgeschindigkeitsnetzes investieren. América Móvil hat bekräftigt, ein langfristiger Investor zu bleiben. Als Mehrheitsaktionär beanspruchen sie aber ab Herbst den Vorstandsvorsitz.

Arnoldner muss den Chefsessel räumen
Das bedeutet, dass Thomas Arnoldner nach Vertragsende heuer den Chefsessel räumen muss. Ob er im Vorstand Stellvertreter bleibt oder z. B. wieder sein langjähriger Kollege Alejandro Plater Konzern-Boss wird, entscheidet sich in den nächsten Wochen.

Manfred Schumi
Manfred Schumi
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