Kampf gegen Essstörung

Fonda: „War sicher, dass ich 30er nicht erreiche“

Society International
03.02.2023 08:07

Dass sie mit 85 noch immer in Hollywood gefragt ist, erstaunt keine Person mehr als Jane Fonda selbst. Die Oscargewinnerin war sich nämlich sicher, dass sie schon längst tot und begraben sein würde - im wahrsten Sinne des Wortes. 

Die Schauspielerin, die am 16. Februar an der Seite von Richard Lugner den Opernball besuchen wird, verriet jetzt im Podcast „Call her Daddy“: „Ich habe in meinen 20ern an schlimmer, schlimmer Bulimie gelitten. Ich war sehr, sehr unglücklich und überzeugt, dass ich die 30 nicht erreichen würde.“

Fonda führte „geheimes Leben als Bulimie-Kranke“
Die Essstörungen konnte Fonda jahrzehntelang erfolgreich vor der Öffentlichkeit verstecken - indem sie kein Privatleben hatte: „Ich bin fast nie auf Dates gegangen und auch nie auf Events. Ich habe nur Filme gedreht und hatte nebenher ein geheimes Leben als Bulimie-Kranke. Es war eine schreckliche Sucht.“

Dabei hatte es für Fonda „harmlos“ angefangen. Sie versuchte, ihr Essen zu begrenzen, um ihre Figur zu halten. Daraus wurde dann schnell eine schwere Essstörung, die die Kontrolle über ihr Leben übernahm: „Es hat mich immer müde aussehen lassen. Ich konnte keine echte Beziehung mehr haben, weil ich nicht verraten wollte, was mit mir los ist. Ich habe nur noch versucht, meinen Tag zu organisieren, sodass keiner um mich rum ist, wenn ich gegessen habe. Denn als Süchtige hatte ich nur ein Ziel: mein Essen im Magen so schnell es ging wieder loszuwerden.“

„Wusste, ich würde sterben, wenn ich nicht aufhöre“
Als sie es dann wider Erwarten bis in ihrer 40er schaffte, entschloss sich Fonda, von heute auf morgen, etwas gegen die Essstörung zu unternehmen: „Ich hatte zu diesem Zeitpunkt einen Mann und Kinder und eine gute Karriere. Doch ich habe mich immer schlechter gefühlt und wusste, ich würde sterben, wenn ich nicht sofort aufhören würde.“

Ohne fremde Hilfe kämpfte sie gegen ihre Sucht an. „Niemand sprach damals über Essstörungen und ich wusste nicht, dass es Hilfe dafür gibt. Ich habe mich selbst durchgeschlagen. Es war sehr hart, doch es wurde immer einfacher.“ 

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(Bild: kmm)



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