24.01.2023 18:59 |

Laut Medienbericht:

Nun doch deutsche Kampfpanzer für die Ukraine

Laut Medienberichten ist nun eine Entscheidung in der Panzer-Frage gefallen: Die deutsche Regierung stellt offenbar der Ukraine Leopard-Kampfpanzer zur Verfügung. Aus den USA kommen unterdessen Berichte, dass US-Präsident Joe Biden nun doch die Lieferung von M1-Abrams-Panzern erwägt.

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Laut Informationen von „Spiegel“ und ntv handelt es sich um mindestens eine Kompanie von Leopard-Panzern des Typs 2A6. Zudem wolle die Regierung in Berlin „Genehmigung zur Ausfuhr solcher Panzer erteilen, die im Besitz anderer Staaten wie Polen sind“, heißt es in dem Bericht weiter. Am Mittwoch soll der Beschluss offiziell präsentiert werden. Bundeskanzler Olaf Scholz soll zudem um 13 Uhr von Abgeordneten des Bundestags befragt werden.

US-Kampfpanzer plötzlich doch sinnvoll?
Dass sich die deutsche Ampelkoalition nun doch zu dieser Waffenlieferung durchgerungen hat, bedeutet offenbar auch, dass sich Washington bewegt hat. Tatsächlich berichtete das „Wall Street Journal“ am Dienstag, eine Ankündigung über die Zusage „einer größeren Anzahl“ der M1-Abrams zur Abwehr des russischen Angriffskriegs könnte noch diese Woche kommen. Biden habe Scholz in einem Telefonat vergangene Woche zugesagt, eine solche Lieferung prüfen zu lassen, meldete das Blatt unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen.

Allerdings hatten die USA bisher betont, die Bereitstellung der Abrams-Panzer sei aus praktischen Gründen nicht sinnvoll. Die US-Panzer müssten über den Atlantik transportiert werden, die Instandhaltung sei aufwendiger, und sie verbrauchten zu viel Treibstoff, hieß es bisher aus dem Verteidigungsministerium. „Es macht einfach keinen Sinn, den Ukrainern dieses Mittel zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen“, erklärte Pentagon-Sprecherin Sabrina Singh noch vor einigen Tagen.

Kiew bittet seit Monaten um Kampfpanzer
Die Ukraine bittet seit Monaten um Kampfpanzerlieferungen für den Kampf gegen die russischen Angreifer. Die Frontlinie in der Ostukraine bewegt sich derzeit kaum noch. Mit den Kampfpanzern hofft die Ukraine, wieder in die Offensive zu kommen und weiteres Gelände zurückzuerobern. Gleichzeitig wird für das Frühjahr eine Offensive Russlands befürchtet.

US-Sender: Bereits 100 Leopard stehen zur Verfügung
Der US-Sender ABC News berichtete am Dienstag unter Berufung auf einen ukrainischen Regierungsvertreter, dass zwölf Staaten grundsätzliche Bereitschaft zur Lieferung von Leopard-Panzern signalisiert hätten, darunter auch Spanien, die Niederlande und Dänemark. Insgesamt stehe schon damit eine Zahl von 100 Leopard zur Verfügung, wird die ukrainische Seite zitiert. Die Zusicherungen seien bereits in der vergangenen Woche bei den Ukraine-Gesprächen in Ramstein gemacht worden. Nimmt man die Zahlen, müssten praktisch alle europäischen Leopard-Nutzer außer der Türkei ihre Bereitschaft signalisiert haben

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