Betrügerbande am Werk

74-Jährige lockte falschen Polizisten in die Falle

Wien
24.12.2022 11:28

Trotz vieler Warnungen ist die Betrugsmasche durch falsche Polizisten nach wie vor erfolgreich. Kürzlich konnte eine Wiener Pensionisten ein mutmaßliches Mitglied einer Betrügerbande in Zusammenarbeit mit der echten Polizei in die Falle locken. Die Exekutive warnt einmal mehr vor der dreisten Masche der Kriminellen.

Der Ablauf ist stets ähnlich. Es klingelt das Telefon, der Anrufer gibt sich als Polizist aus, der von mehreren Überfällen in unmittelbarer Nachbarschaft zu berichten weiß - und bietet Hilfe an, um Geld oder auch Wertgegenstände vor vermeintlichen Langfinger zu schützen. Die Angerufenen reagieren verunsichert, aus Sorge um ihr Erspartes willigen sie zumeist ein, die Falle schnappt zu. Denn der wenig später bei der Wohnung auftauchende „Polizist“, der für die „sichere Verwahrung“ der Wertgegenstände und des Geldes sorgen soll, ist ein Betrüger, der mit der Beute verschwindet.

Opfer wurde stutzig
Im Falle einer 74-jährigen Frau aus Hietzing sollte jedoch die Beharrlichkeit des angeblichen Gesetzeshüters am Telefon das Opfer stutzig werden lassen. Denn nachdem die Pensionistin dem „Beamten“ am Donnerstag bereits Wertgegenstände übergeben hatte, verlangte der Anrufer am Telefon weiterhin Geld. Die Frau alarmierte den Notruf, der Betrug flog auf und gemeinsam mit den echten Beamten wurde eine weitere Übergabe vereinbart.

Falle schnappte zu
Der Verdächtige sollte tatsächlich ein weiteres Mal auftauchen. Gegen 17.30 Uhr wurde der 22-jährige Türke, der offenbar als „Laufbursche“ der Betrügerbande fungierte, vor der Wohnung der Pensionistin von der Polizei gestellt und vorläufig festgenommen. Bei sich hatte der mutmaßliche Betrüger einen gefälschten Polizeidienstausweis, der sichergestellt wurde. Bei der Einvernahme legte er ein umfassendes Geständnis ab, er wurde in die Justizanstalt eingeliefert.
Der angerichtete Schaden ist enorm. Laut Polizei liege er im unteren fünfstelligen Bereich.

Nicht zuletzt deshalb warnt die Exekutive unermüdlich und einmal mehr eindringlich vor dieser und ähnlichen Betrugsmaschen:

  • Die Polizei fordert niemals Bargeld oder Wertgegenstände zur Aufbewahrung oder für „Diebesfallen“.
  • Beenden Sie verdächtige Telefonate und wählen sie den Polizeinotruf 133.
  • Nennen Sie keine Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen.
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