Jetzt ist es offenbar fix: Der insolvente Zillertaler Hersteller von Seilzügen „GA Actuation Systems GmbH“ schließt. Mehr als 70 Dienstnehmer verlieren in den nächsten Tagen ihre Beschäftigung, hieß es am Mittwoch vonseiten des Kreditschutzverbandes (KSV1870).
Am Mittwoch fand am Landesgericht Innsbruck der erste Verhandlungstermin im Insolvenzverfahren der GA Actuation Systems GmbH statt. „Erwartungsgemäß“ habe der Insolvenzverwalter „den Antrag auf Schließung des Unternehmens eingebracht“, so der KSV in einer Aussendung. 73 Mitarbeiter würden demnach ihren Job verlieren. Die bisher anerkannten, offenen Insolvenzforderungen belaufen sich auf 5,3 Millionen Euro. Bisher meldeten 135 Gläubiger Ansprüche an.
„Langfristige Fortführung unmöglich“
„Wie seit Wochen bekannt ist, ist eine langfristige Fortführung mit anschließender Sanierung des Unternehmens nicht möglich“, so der KSV weiter. Dieser gehe davon aus, dass der Insolvenzrichter zeitnah einen Schließungsbeschluss fassen wird. Die Dienstnehmer würden ihre Anstellung verlieren, „wobei alle ihre offenen Entgeltansprüche über die IEF-Service GmbH (Insolvenzentgeltsicherungsfond) zu 100 Prozent abgesichert sind.“
In den vergangenen Wochen sei die Insolvenzverwaltung gut verlaufen, „auf Lager liegende Ware wurde noch verarbeitet und die hergestellten Produkte zu angemessenen Preisen abverkauft.“
Durch Forderungsanmeldungen der Dienstnehmer sei aber zu erwarten, dass der Stand der Passiva in den kommenden Wochen nochmals deutlich nach oben gehen werde, so der Kreditschutzverband.
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